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09.04.2013

08:21 Uhr

Kurz auf Fünfjahreshoch

Börse Tokio gibt Gewinne wieder ab

Das groß angelegte Kaufprogramm der japanischen Notenbank hat die Asiens Märkte nur zwischenzeitlich beflügelt. Die Tokioter Börse konnte ihr Fünfjahreshoch aber nicht halten – der Kursanstieg legte eine Pause ein.

Ein Passant schaut auf die Aktienanzeige einer Sicherheitsfirma in Tokio. ap

Ein Passant schaut auf die Aktienanzeige einer Sicherheitsfirma in Tokio.

TokioDie japanischen Aktienmärkte haben nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage am Dienstag eine Pause eingelegt. Der Nikkei-Index ging unverändert aus dem Handel, nachdem er am Montag noch zeitweise den höchsten Stand seit August 2008 erreicht hatte. Der Gewinnanstieg des US-Aluminiumkonzerns Alcoa beflügelten zudem die Aktienmärkte in den anderen asiatischen Staaten.

Alcoa hatte im ersten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert. Damit dämpfte der Konzern Sorgen, die anlaufende Berichtssaison könnte schlechter ausfallen als erwartet. "Kurzfristig werden die US-Geschäftsberichte der wichtigste Katalysator für die Märkte sein", sagte Haris Khaliqi, Analyst bei Foster Stockbroking.

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Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans legte ein Prozent zu. In China beflügelte die Aussicht auf eine weiter lockere Geldpolitik die Börsen, in Shanghai legte der Index um 0,77 Prozent zu. Angesichts der geringen Inflation im März rechnen Experten nicht damit, dass die Notenbank geldpolitisch auf die Bremse tritt.

In Tokio schloss der Nikkei-Index bei 13.192 Punkten und damit auf dem Niveau des Vortages. Der breiter gefasste Topix lag um 0,03 Prozent höher bei 1102 Zählern. Der Dollar stieg zum Yen auf den höchsten Stand seit Mai 2009. Händler gehen davon aus, dass die japanische Währung weiter an Wert verliert, wenn die Geldflut der Notenbank ihren Weg an die Märkte findet. "Der neue Notenbankchef Haruhiko Kuroda hat eine anerkennenswerte Leistung erbracht, als er die Märkte wissen ließ, dass er keine Scherze macht", sagte David Baran, Mitgründer des Tokioter Hedgefonds Symphony Financial Partners.

Die Renditen der japanischen Staatsanleihen fielen kräftig. Das schürte Spekulationen, dass sich Investoren auf der Suche nach höheren Zinsen auf anderen Märkten umsehen und damit die Renditen auch in den USA oder Europa sinken lassen. Schon jetzt gingen die Zinsen für Spanien und Italien wegen der zunehmenden Nachfrage aus Japan zurück.

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