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05.09.2015

12:12 Uhr

Langfristige Rendite

Anleihen gehören in jedes Depot

Quelle:Börse am Sonntag

Wenn die Aktienkurse steigen, scheinen Anleihen oft etwas angestaubt. Dennoch sollten die Schuldenpapiere in keinem Depot fehlen. Allein: Nicht jede Anleihe eignet sich für jeden Anleger. Was es zu beachten gibt.

Trotz niedriger Zinsen kann sich eine Anleihe-Investition durchaus lohnenswert sein. dapd

Anleihen

Trotz niedriger Zinsen kann sich eine Anleihe-Investition durchaus lohnenswert sein.

Deutsche Staatsanleihen machen derzeit wahrlich keine Freude. So lassen sich mit langlaufenden Bundesanleihen (acht bis zwölf Jahre Restlaufzeit) gerade einmal Renditen von 0,3 bis 0,7 Prozent pro Jahr erzielen. Bei kurzen und mittleren Laufzeiten müssen Anleger sogar noch Geld zahlen, wenn sie ihr angespartes Vermögen dem Staat als Kredit zur Verfügung stellen wollen. Dabei ist die bestenfalls magere Verzinsung nur das eine Problem.

Mindestens genauso schwer wiegt das Zinsänderungsrisiko, dem sich Besitzer von Schuldverschreibungen mit längeren Laufzeiten aussetzen. Schließlich führt ein steigendes Zinsniveau in aller Regel zu Kursverlusten bereits emittierter Papiere. Und mit steigenden Renditen ist hierzulande durchaus zu rechnen. Grundsätzlich wird die EZB noch geraume Zeit an ihrer derzeitigen Geldpolitik festhalten und den Leitzins auf seinem historisch niedrigen Niveau von 0,05 Prozent belassen. Nichtsdestotrotz geht die Notenbank selbst bei einer moderaten Abkühlung Chinas weiterhin von einer konjunkturellen Erholung der EU-Staaten und einer moderat steigenden Inflationsrate aus, die zum Jahresende etwas deutlicher anziehen sollte.

Diese Entwicklung wird die Renditen langlaufender Anleihen sukzessive nach oben bewegen. In den kommenden sechs Monaten rechnet die IKB Deutsche Industriebank AG bei zehnjährigen Bundesanleihen deshalb mit einem Renditeanstieg auf bis zu einem Prozent. Bis Ende 2016 könnte der entsprechende Wert sogar auf 1,5 Prozent zulegen. Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, die Folgen für die Kursentwicklung der Papiere sind aber gravierend. So führt ein Renditeanstieg auf 1,5 Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen zu Kursverlusten von über acht Prozentpunkten.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

07.09.2015, 07:58 Uhr

Natürlich gehören Anleihen in jedes Depot, die Mischung macht es eben.

Die Aktienanlage ist zwar alternativlos , ich kaufe die intern. Marketmaker der einzelnen Branchen regelmäßig seit 50 Jahren, aber natürlich nur in Schwächephasen.
Verluste werden keine gemacht, liegt der aktuelle Kurs unter Kaufkurs wird nichts gemacht, denn nur realisierte Verluste sind Verluste.

Aber auch bei den Anleihen muß man die richtigen zum richtigen Zeitpunkt kaufen.
Ist fast wie mit dem Gold, das darf auch nicht fehlen.
Das habe ich schon vor 20 Jahre mit Preisen unter 300 gekauft.

Also Augen auf bei der Vermögensanlage, wer es so macht wie ich macht nichts falsch.

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