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11.07.2014

10:46 Uhr

Leitindex

Portugals Börse atmet auf

Aufgrund von Spekulationen um die Bank Espirito Santo hatte die portugiesische Börse rund vier Prozent eingebüßt. Nun erholt sie sich langsam von den Verlusten. Auch am Anleihemarkt entspannte sich die Lage.

Das Hauptquartier der Espirito Santo Bank in Lissabon. AFP

Das Hauptquartier der Espirito Santo Bank in Lissabon.

FrankfurtDie Nerven der Anleger an der portugiesischen Börse haben sich am Freitag wieder beruhigt. Der Leitindex der Börse in Lissabon stieg um zwei Prozent auf 6230 Punkte, nachdem er am Vortag aufgrund von Spekulationen um die Bank Espirito Santo rund vier Prozent eingebüßt hatte. Auch am Anleihemarkt entspannte sich die Lage: Die Rendite der zugrundeliegenden zehnjährigen portugiesischen Staatsanleihe ging um zehn Basispunkte zurück auf 3,92 Prozent. Am Vortag hatten Turbulenzen im portugiesischen Bankensektor die Anleger aufgeschreckt und Aktien und Anleihen des Landes massiv unter Druck gesetzt.

Auslöser der Nervosität waren Spekulationen um Zahlungsprobleme der einflussreichen portugiesischen Bankiersfamilie Espirito Santo gewesen. Das hatte die gleichnamige Bank unter Druck gesetzt, das größte börsennotierte Geldhaus des Landes. Dessen Aktien sind seit Donnerstag vom Handel ausgesetzt, nachdem sie zuvor um bis zu 19 Prozent gefallen waren. Hintergrund der Spekulationen um das Geldhaus sind Probleme von dessen Großaktionär, der Espirito Santo Financial Group (ESFG). Deren Aktien sind ebenfalls seit Donnerstag vom Handel ausgesetzt. Am Freitag untersagte die britische Börsenaufsicht Leerverkäufe mit Aktien von Banco Espirito Santo.

Das Thema Espirito Santo hatte weltweit an den Finanzmärkten für Verunsicherung gesorgt. Auch der Dax hatte im Zuge dessen anderthalb Prozent verloren. Die Probleme in Portugal sehen einige Marktteilnehmer als Zeichen, dass die Euro-Schuldenkrise noch nicht vorbei ist. „Der Markt ist gerade unsicher was die Stärke der Konjunkturerholung angeht und die Sorgen vor strukturellen Problemen, die immer noch ungelöst sind“, sagte Hedgefondsmanager Lex Van Dam von Hampstead Capital. Andere halten die Marktreaktionen für überzogen. „Das ist nicht der Anfang einer neuen Krise. Es ist eine Erinnerung, dass die Volatilität immer noch da ist und das nicht alle Probleme im Bankensektor gelöst sind“, sagte Jan von Gerich, Analyst bei Nordea. „Wir werden vor den EZB-Stresstests mehrere Episoden dieser Art sehen, aber nichts was uns in eine neue Krise führt.“

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Guckstdu Ahmed

11.07.2014, 11:42 Uhr

Draghi kauft schon wieder mit den Sicherheiten der Deutschen!!

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