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03.03.2004

08:19 Uhr

LKW-Maut wird Telekom-Ergebnis belasten

Schnell abhaken

VonKatharina Slodczyk

Die Summe ist schon ganz ordentlich: Das Desaster um die LKW-Maut belastet die Deutsche Telekom nach Informationen aus Unternehmenskreisen mit voraussichtlich 440 Mill. Euro – auf Grund von Verlusten im vergangenen Jahr und Rückstellungen für künftige Defizite.

DÜSSELDORF. Damit dürfte fast ein Viertel des Jahresgewinns für 2003 aufgefressen werden, den ganz optimistische Analysten bislang auf knapp 2 Mrd. Euro schätzten.

Trotz dieser dramatischen Zahlen gibt sich die Börse unbeeindruckt. Der Aktienkurs der Telekom stieg gestern sogar im Tagesverlauf leicht an.

Der Gewinn des Konzerns schrumpft und die Anleger lässt das kalt? Diese Reaktion – so absurd sie auf den ersten Blick klingen mag – ist durchaus nachvollziehbar, denn wie die Telekom mit der Maut-Belastung umgeht, hat Charme: Sie zieht die schlechten Nachrichten, in dem Fall die künftig anfallenden Verluste bei dem LKW-Mautbetreiberkonsortium Toll Collect, an dem der Bonner Konzern mit 45 Prozent beteiligt ist, einfach vor – indem sie Rückstellungen bildet.

Es sind in erster Linie die Kosten für die Umrüstung der LKW-Mautgeräte, die das Minus in Zukunft verursachen. Diese Umrüstung ist notwendig, da Toll Collect zunächst nur mit einer abgespeckten Mautvariante Anfang 2005 starten will. Für das voll funktionsfähige System, das ein Jahr später in Betrieb gehen soll, ist eine neue Software notwendig und dafür müssen die Mautgeräte wohl zum Teil auch komplett ausgetauscht werden.

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