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03.11.2011

07:30 Uhr

Märkte Fernost

Griechenland macht die Börsen Asiens nervös

Das angekündigte Referendum Griechenlands hat an den Börsen Asiens bis zur Handelsmitte zu Nervosität geführt. In Tokio setzte der Handel wegen eines Feiertags aus.

Die Märkte Asiens reagieren auf das Krisentreffen in Cannes dapd

Die Märkte Asiens reagieren auf das Krisentreffen in Cannes

BangkokDie Börsen in Fernost haben am Donnerstag Verluste verzeichnet. Die Angst vor einer Ausweitung der Schuldenkrise in Europa drückte die Stimmung und sorgte für einen Ausverkauf von risikoreicheren Anlagen. Bei einem Krisentreffen vor dem G20-Gipfel in Cannes hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy den Druck auf Griechenland erhöht und erklärt, das Land erhalte vorerst keine weiteren Hilfen aus dem internationalen Rettungspaket.

Im Mittelpunkt des Treffens steht das überraschend angekündigte Referendum in Griechenland über die neu verhandelten Hilfen. „Das ist wirklich eine schlimme Situation, da sie andere Euro-Zonen-Mitglieder in die Ecke drängen“, sagte Analyst Jeremy Friesen von Societe Generale. Auch ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone galt nicht mehr als Tabubruch.

Die Börsen in Südkorea, Australien, Taiwan und Singapur lagen im Minus. Die Märkte in Japan waren wegen eines Feiertags geschlossen. Lediglich in Shanghai ging es nach oben. Vor allem China Life Insurance trieb den Markt.

Der Tag an den Märkten (Stand: 15:50 Uhr)

Dax

- 2,6 Prozent

Euro Stoxx 50

- 1,9 Prozent

Dow Jones

- 1,3 Prozent

Nikkei

+ 1,9 Prozent

CSI 300 (China)

+ 0,7 Prozent

Euro

1,3744 Dollar (- 0,5 Prozent)

Öl (Brent)

111,2 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Gold

1.751 Dollar (- 0,6 Prozent)

Zu den stärksten Verlierern bei den Einzelwerten in Asien gehörte der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics. Die Aktien büßten zwischenzeitlich fast 15 Prozent ein. Marktgerüchte hatten den Ausverkauf befeuert. Demnach plant das Unternehmen einen Aktienverkauf im Umfang von rund 890 Millionen Dollar, um sein angeschlagenes Smartphone-Geschäft sowie die verlustreiche Flachbildschirm-Sparte zu stützen. Gewinne von mehr als vier Prozent verzeichnete hingegen der chinesische Computerkonzern Lenovo . Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn verbucht .
Furcht vor einer sich weiter verschärfenden Schuldenkrise hielt auch den Euro im fernöstlichen Devisenhandel weiter unter Druck. Die Gemeinschaftsdevise gab um 0,3 Prozent nach und notierte zum Dollar bei 1,3710 Dollar . Die US-Währung war hingegen als sicherer Hafen gesucht. Der Dollar notierte zum bei 78,01 Yen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Arminius

03.11.2011, 05:28 Uhr

Hat der alte Fuchs Papandreou Lunte gerochen?
"der Kurs der bis zum 20. März 2012 laufenden Griechenland Anleihe mit der Isin GR0110021236 sprang von 51,85 Prozent auf 60,00 Prozent und das bis zum 18. Mai 2012 laufende Papier mit der Isin GR0124018525 kletterte von 46,31 Prozent auf 53 Prozent. Auch der Titel mit der Isin GR0114020457 und einer Laufzeit bis zum 20. August 2012 rückte von 42,53 Prozent auf 50,55 Prozent vor."
Wenn die Vereinbarung nicht für Privatanleger gilt, was soll die Banken dran hindern ihre Anleihen an Privatanleger zu verkaufen?
Somit würde Griechenland mit leeren Händen da stehen. Weil Privatanleger von dem "Freiwilligen Schuldenschnitt" nicht betroffen sind und bekommen im Prinzip für die von Ihnen gehaltene Anleihen 100% zurück, von Griechenland, versteht sich.
Von den Merkozy würde ich kein Pferd kaufen wollen. Bestimmt wäre es lahm, blind oder irgend so was.

Italiano

03.11.2011, 05:32 Uhr

-Absolut lesenswert:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/staatsanleihen-ich-rette-die-griechen-nicht-11510478.html

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