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25.03.2006

10:09 Uhr

Magische 6 000er Marke

Ausblick: Börse steuert in den Zinsschatten

Fusionsfieber dürfte in der kommenden Woche am deutschen Aktienmarkt weiter für gute Stimmung sorgen. Das Kurspotenzial wird indes durch Zins- und Konjunktureinflüsse begrenzt. Marktbeobachter erwarten eine erneute Zinserhöhung in den USA und einen schwächer ausfallenden Ifo-Geschäftsklimaindex.

HB FRANKFURT. „Die 6 000 Punkte beim Dax sind der Gravitationspunkt, den der Markt im Visier hat“, sagt Aktienstratege Markus Reinwand von Helaba Trust. „Allerdings glaube ich nicht, dass daran anschließend noch große Kursgewinne drin sind.“ Aus technischer Sicht sei eine Kurskorrektur nach dem zehnprozentigen Dax-Anstieg seit Jahresbeginn überfällig.

In der zu Ende gehenden Woche hat der deutsche Leitindex 1,4 Prozent zugelegt und am Freitag in der Spitze 5 965 Punkte erreicht. Sollte der Dax die 6 000er Marke überwinden, trifft er im Bereich zwischen 6 100 und 6 250 Punkten auf die nächsten nennenswerten technischen Widerstände. Nach unten bleibt der Bereich um 5 700 bis 5 660 die Schlüsselunterstützung, ein Fall darunter würde die Konsolidierung wohl zur Korrektur ausweiten.

Für Bewegung am Markt werden zunächst indes wohl weiter Übernahmespekulationen sorgen. „Ich denke, das Fusionskarussell wird sich auch in der nächsten Woche weiter drehen, und die üblichen Verdächtigen wie Pharmas, Banken und Financials werden davon profitieren“, sagt Aktienstratege Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg voraus. Zuletzt hat der Pharma- und Chemieriese Bayer im Übernahmekampf um die Berliner Schering den Darmstädter Merck-Konzern übertrumpft. Aktienstratege Reinwand warnt jedoch vor zu viel Übernahme-Euphorie am Aktienmarkt. „Die Historie zeigt, dass Fusionen häufig keinen Mehrwert geschaffen haben.“

Der Nebenwerteindex MDax übersprang am Donnerstag erstmals die wichtige Marke von 8 700 Punkten und markierte ein Rekordhoch bei 8 715 Zählern. Die Landtagswahlen am Sonntag in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sollten aus Sicht der Marktexperten keine Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben.

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