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21.01.2009

07:37 Uhr

Marktbericht: Asiatische Börsen

Nikkei kann 8 000-Punkte-Marke nicht halten

Der jüngste Schwächeanfall der Wall Street hat sich am Mitttwoch bis an die asiatischen Märkte fortgesetzt. In Japan schloss der Nikkei-Index für 225 führende Werte zwei Prozent schwächer und unter der psychologisch wichtigen Marke von 8 000 Punkten.

HB TOKIO/HONGKONG. Tokios Börse hat angesichts der Sorgen um die wirtschaftliche Lage in den USA und Europa nachgegeben und sich damit den schwachen Vorgaben der US-Börsen angeschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sackte unter die psychologisch wichtige Marke von 8 000 Punkten. Zur Handelsmitte notierte das Börsenbarometer einen Abschlag von 155,94 Punkten oder 1,93 Prozent bei 7 909 Punkten. Der breit gefasste Topix fiel bis dahin um 1,9 Prozent auf 789 Punkte. Am Ende notierte der Nikkei 2,04 Prozent schwächer bei 7 901 Punkten, der Topix schloss 2,2 Prozent im Minus bei 787 Zählern.

Vor allem die anhaltenden Sorgen um die Finanzbranche und der starke Yen haben auch den anderen asiatischen Börsen erneut zugesetzt und die Kurse vielerorts auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen geschickt. Die Händler zeigten sich zudem wie ihre Kollegen an der Wall Street enttäuscht, dass der neue US-Präsident Barack Obama in seiner Antrittsrede keine weiteren Details zur Belebung der Wirtschaft verkündete.

In Südkorea und Singapur gaben die Indizes um jeweils rund zwei Prozent nach. Shanghai und Hongkong verbuchten ebenfalls Verluste. Nur der Markt in Taiwan konnte sich knapp im Plus behaupten.

In Australien belief sich das Minus auf rund ein Prozent, nachdem der Bergbaugigant BHP Billiton bekanntgegeben hatte, 6 000 Stellen zu streichen und eine Nickel-Mine nach Abschreibungen von 1,6 Milliarden Dollar zu schließen. Die Aktien des Konzerns gaben ebenfalls um ein Prozent nach.

Zu den Verlierern in Tokio gehörten angesichts des starken Yen erneut Exportwerte wie der Autobauer Honda, dessen Papiere 2,1 Prozent verloren. Sony-Titel büßten 1,8 Prozent ein, nachdem eine Zeitung berichtet hatte, der Konzern wolle am Mittwoch oder Donnerstag Details zu seinem Sanierungsplan vorlegen. Auch Bankenpapiere gerieten unter Druck. Die Anteilsscheine der Mitsubishi UFJ Financial Group verloren 3,8 Prozent.

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