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20.01.2009

19:14 Uhr

Marktbericht

Bankenwerte drücken Osteuropas Börsen ins Minus

Die Börsen in Osteuropa haben am Dienstag erneut mit Verlusten geschlossen und sich damit dem Trend der wichtigsten europäischen Börsen angepasst. Ein weiteres Mal standen - wie gleichfalls im restlichen Europa - auch in Prag, Budapest und Warschau die Bankenaktien unter Druck.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Prag schloss der Leitindex PX um 2,32 Prozent schwächer bei 798,90 Einheiten. Die Umsätze lagen bei 1,8 (Montag: 1,4) Mrd. tschechischen Kronen. Unter den Bankentiteln wirkte der historische Rekordverlust der Royal Bank of Scotland (RBS) vom Vortag nach und drückte die Werte der Finanzbranche weiter nach unten. Die Aktien der Erste Group setzten ihre Talfahrt fort und brachen um 10,36 Prozent auf 307,0 Kronen ein. Die Aktien des Mitbewerbers Komercni Banka verloren 0,87 Prozent auf 2 515 Kronen. Im Minus zeigten sich auch die Ölwerte: Die Anteile von Unipetrol fielen um 4,77 Prozent auf 132,99 Kronen. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) gaben um 1,31 Prozent auf 790,60 Kronen nach.

Budapester BUX Sehr Schwach

In Budapest verbuchte der BUX einen Abschlag von 1,94 Prozent auf 11 785,01 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 10,40 (Montag: 9,28) Mrd. Forint. Der Handel in Ungarn sei ruhig verlaufen, hieß es seitens der Börsianer. OTP Bank fielen um 1,62 Prozent auf 2 430 Forint. Richter Gedeon verloren 1,01 Prozent auf 29 795 Forint. Magyar Telekom büßten leicht um 0,18 Prozent auf 550 Forint ein.

Warschauer WIG-20 Knapp Behauptet

In Warschau schloss der WIG-20 knapp behauptet mit minus 0,12 Prozent auf 1 642,78 Einheiten. Der WIG-Index gab um 0,68 Prozent auf 25 303,46 Punkte nach. Das Handelsvolumen betrug 0,78 (Montag: 0,81) Mrd. Zloty. Die schwach ausgefallenen Daten zur polnischen Industrieproduktion seien die wichtigste Nachricht des Börsentages in Warschau gewesen, sagte Osteuropa-Fondsmanager Peter Bodis von Pioneer Investment. "Die Zahlen waren deutlich schlechter als erwartet", ergänzte er.

Die Bankenwerte zeigten sich wie im übrigen Osteuropa tief im Minus. Druck habe hier vor allem die Schwäche der Zentraleuropa-Währungen gebracht, so Bodis. Dadurch würden Fremdwährungsfinanzierungen ein immer größeres finanzielles Risiko darstellen. Besonders die Aktienkurse kleiner Banken litten. Unter den großen Bankenwerten verloren Pekao 0,19 Prozent auf 105,0 Zloty und Bank Polski sanken um 2,70 Prozent auf 28,8 Zloty.

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