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29.01.2009

22:29 Uhr

Marktbericht: Börse New York

Unternehmenszahlen belasten Wall Street

Schlechte Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten haben die US-Indizes am Donnerstag mit Kursverlusten schließen lassen. Vor allem der Milliardenverlust beim Autobauer Ford zog die Börsen in die Tiefe. Außerdem scheint das Konjunkturpaket von Präsident Barack Obama ins Stocken zu geraten.

Quelle: dpa

HB NEW YORK. Auch düstere Zahlen vom Arbeitsmarkt und geringere Auftragseingänge für langlebige Güter lösten Ängste über den Zustand der US-Wirtschaft aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,7 Prozent tiefer auf 8149 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 8137 und 8373 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 3,3 Prozent auf 845 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 3,2 Prozent auf 1507 Punkte nach. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt mit einem Minus von zwei Prozent auf 4428 Punkten aus dem Handel.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind nach Regierungsangaben in der Woche zum 24. Januar auf 588 000 gestiegen. Auch die Entwicklung beim Auftragseingang für langlebige Güter sank den fünften Monat in Folge und verdeutlichte die tiefe Rezession der US-Wirtschaft. Die Zahl der verkauften Eigenheime sank im Dezember um 14,7 Prozent zum Vormonat und damit so stark wie seit 1994 nicht.

Die Absegnung des 825 Mrd. Dollar schweren Konjunkturpakets der US-Regierung durch das Repräsentantenhaus löste daher an der Wall Street keine Euphorie aus. Alle Republikaner in der Kongresskammer, die ihre Stimme abgaben, votierten gegen das Paket. "Es ist klar, dass die Republikaner beim Spiel der Demokraten nicht mitmachen wollen", sagte Paul Mendelsohn von Windham Financial Services. "Jede Verzögerung des Hilfspakets wäre nicht gut. Der Markt will, dass dies verabschiedet, getan, unterzeichnet und in Kraft gesetzt wird, um dann das nächste Problem anzugehen."

Nach Bekanntgabe eines Nettoverlustes von rund 5,9 Mrd. Dollar im vierten Quartal fielen die Aktien des Autobauers Ford um vier Prozent. Allein in seiner Autosparte verbrannte der Konzern 5,5 Mrd. Dollar.

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