Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2009

22:41 Uhr

Marktbericht: Börse New York

Wall Street schließt im Plus

Hoffnung auf neue staatliche Konjunkturmaßnahmen hat die Aktienmärkte am Donnerstag aus ihrem Tief gezogen und in die Gewinnzone schließen lassen. Doch die Sorgen um den Finanzsektor lassen die Anleger nach wie vor nicht kalt. Für Unruhe sorgte am Donnerstag vor allem ein Bericht, nachdem die Bank of America möglicherweise erneut Staatshilfen beantragen müsse.

Unter Beobachtung: An der Wall Street stehen zurzeit vor allem die Bankaktien im Fokus. Foto: dpa Quelle: dpa

Unter Beobachtung: An der Wall Street stehen zurzeit vor allem die Bankaktien im Fokus. Foto: dpa

HB NEW YORK. Viele Anleger zeigten sich optimistisch, dass die künftige Regierung von Barack Obama entschieden eingreifen werde, um eine Verschlimmerung der Rezession zu verhindern. Für Erleichterung sorgte auch der starke Fall des Ölpreises.

Zum Auftakt hatten Sorgen um den Finanzsektor die Börsen zunächst auf Talfahrt geschickt. Für besondere Unruhe sorgten an diesem nervösen Handelstag Berichte, dass die Bank of America möglicherweise erneut Staatshilfen beantragen muss. Hinzu kamen Ängste über die Zukunft der Citigroup. Zu den Verlierern gehörten auch Apple-Titel, weil Konzernchef Steve Jobs krankheitsbedingt eine mehrmonatige Pause ankündigte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete seine sechstägige Verlustserie und schloss nach kräftigen Anfangsverlusten letztlich 0,2 Prozent fester bei 8212 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 7995 und 8286 Punkten und fiel damit zwischenzeitlich erstmals seit Ende November unter die 8000er-Marke. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 843 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,5 Prozent auf 1511 Stellen zu. In Frankfurt fiel der Dax den siebten Tag in Folge und ging 1,9 Prozent tiefer bei 4336 Punkten aus dem Handel.

Im Rampenlicht standen erneut Bankentitel. Spekulationen über neue Staatshilfen in Milliardenhöhe für die Bank of America schickten die Titel 18,4 Prozent ins Minus - zeitweise rutschten die Papiere auf ihren tiefsten Stand seit 1991. Dem größten US-Institut macht die Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch vom Jahresanfang zu schaffen. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte, Merrill habe im vierten Quartal erneut erhebliche Verluste verbucht. Deshalb führe die Bank of America seit Mitte Dezember mit der Regierung in Washington Gespräche. Einem CNBC-Bericht zufolge sagte die Regierung Garantien von bis zu 200 Mrd. Dollar zu. Das Institut will am kommenden Dienstag seine Geschäftszahlen vorlegen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×