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06.01.2009

07:23 Uhr

Marktbericht: Börse Tokio

Nikkei legt weiter zu

An der Börse in Tokio hält die gute Stimmung an. Angesichts eines schwächeren Yen und Hoffnungen über konjunkturelle Hilfsmaßnahmen in den USA schloss die Börse erneut im Plus. Auch die Aktie von Toyota legte zu, obwohl der Autobauer zuvor weitere Sparmaßnahmen bekanntgegeben hatte.

Quelle: dpa

TOKIO. Die Börsen in Asien haben sich überwiegend freundlich präsentiert. Hoffnungen auf eine Erholung der Weltwirtschaft im Verlauf des neuen Jahres verhalfen dem Markt in Tokio zu leichten Gewinnen und beflügelten die Börsen in Korea und Shanghai. Gefragt waren vor allem Exportwerte und Technologietitel. Der Nikkei-225-Index ging gut behauptet auf einem Zweimonatshoch aus dem Handel: Er stieg um 0,42 Prozent auf 9 080,84 Punkte. Der breit gefasste Topix gewann moderate 0,03 Prozent auf 876,20 Punkte.

Die Anleger setzten ihre Hoffnungen auf milliardenschwere Konjunkturprogramme der künftigen US-Regierung unter Barack Obama, der am 20. Januar das Amt von George W. Bush übernehmen wird. „Die Erwartungen an die Obama-Regierung werden vermutlich ihren Höhepunkt kurz vor und nach der Amtseinführung erreichen“, sagte Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. Mit Beginn der Bilanzsaison Ende Januar würden die Investoren dann vermutlich gezwungen, ihr Augenmerk wieder auf die Realwirtschaft zu lenken.

Größte Gewinner im Nikkei waren die Elektronikkonzerne Oki und Sharp, deren Aktien jeweils um rund 15 Prozent stiegen.

Die Aktien von Toyota stiegen um 1,33 Prozent. Dabei hatte der Autobauer zuvor angesichts der Finanzkrise eine weitere Drosselung der Produktion angekündigt. im Februar und März sollen in zwölf inländischen Werken die Bänder für elf Tage stillstehen. Zuvor hatte Toyota bereits eine dreitägige Produktionsunterbrechung für Januar in fast allen japanischen Werken angekündigt. Außerdem soll die Produktion in 13 Teilefabriken inner- und außerhalb des Landes zurückgefahren werden.

Erst kürzlich hatte Toyota seine Verkaufserwartung für das vergangene Jahr um vier Prozent auf 8,96 Mio. Fahrzeuge gesenkt. Erstmals in der Firmengeschichte geht der Hersteller für das Fiskaljahr 2008 auch von einem operativen Verlust aus.

An der australischen Börse fiel der Kurs der Hochtief-Tochter Leighton gegen den Markttrend um fast zwölf Prozent. Leighton hatte wegen der Finanzkrise seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt.

Die Börsen in Korea und Shanghai legten kräftig zu, auch Taiwan verbuchte Gewinne. Die australische Börse lag 1,5 Prozent im Plus. Die Märkte in Hongkong und Singapur gaben dagegen nach.

In Korea deckten sich vor allem ausländische Anleger mit Aktien ein, sagte Analyst Kim Joong Hyun von Goodmorning Shinhan Securities. Doch auch er warnte vor Übermut: Dieser Trend werde nur von kurzer Dauer sein, denn die Unternehmensgewinne würden weiter schmelzen. Zu den Gewinnern in Seoul gehörten Technologiewerte wie Hynix Semiconductor und Samsung Electronics, die auch vom Stopp des Preisverfalls bei Computerchips profitierten. Hynix-Aktien gewannen 2,4, Samsung rund 4,6 Prozent.

Nach einer dreitätigen Rally mit einem Plus von neun Prozent gab der Aktienmarkt in Hongkong am Dienstag nach. Vor allem Gewinner der Vortage wie China Mobile zogen den Index in die Tiefe. China Mobile gab 3,1 Prozent nach, der kleinere Rivale China Unicom verlor 4,8 Prozent.

Der Euro gab in Fernost zum Dollar etwas nach auf 1,3540 Dollar. Hintergrund waren Händlern zufolge Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Politik der Zinssenkung bleibt und sich damit der Abstand zwischen dem Zinsniveau in der Eurozone und den USA verringert. Der Dollar verlor zum Yen auf 93,08 Yen, ein Minus von 0,4 Prozent zum späten US-Handel.

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