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07.03.2006

08:10 Uhr

Marktbericht

Börse Tokio schließt schwächer

Die Furcht vor einem weltweiten Anstieg der Leitzinsen hat am Dienstag die Kurse der Aktien in Fernost belastet. Investoren sorgten sich um die Gewinne von Unternehmen. Unter Druck standen besonders die Titel exportorientierter Firmen.

HB TOKIO. Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-225-Index verlor 1,10 Prozent auf 15 726,02 Punkte. Der breit gefasste Topix gab 0,53 Prozent auf 1 617,87 Punkte nach.

Auch die Börsen in Hongkong, Südkorea und Singapur verbuchten Verluste.

Der Dollar notierte um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 117,59-62 Yen nach 117,02-05 Yen am Vortag. Der Euro notierte leichter mit 1,1965- 68 Dollar nach 1,2062-65 Dollar am Vortag.

Die US-Börsen waren am Montag mit Kursabschlägen in die Woche gestartet: Der Dow Jones-Index verlor 0,6 Prozent auf 10.958 Punkte, der S&P-500 0,7 Prozent auf 1278 Stellen und der Nasdaq 0,7 Prozent auf 2286 Punkte.

Der Euro notierte mit 1,1958 Dollar nach rund 1,2015 Dollar am Vorabend in New York. Zum Yen stieg der Dollar minimal auf 117,58 Yen. Zur Schweizer Währung wurde der Euro bei 1,5608 Franken gehandelt, der Dollar lag bei 1,3043 Franken.

Halbleiter-Werte kräftig unter Druck

„Insgesamt ist die Nachrichtenlage ziemlich schlecht: Die US-Börsen geben nach, insbesondere die dortigen Halbleiter-Werte, und die Perspektive weiter steigender Leitzinsen in den USA belastet“, sagte Analyst Oh Hyun Seok von Samsung Securities. Hinzu kam Marktteilnehmern zufolge die Erwartung, dass die Bank von Japan nach ihrer Sitzung am Mittwoch und Donnerstag ein Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik signalisieren wird. Mit einer baldigen Zinserhöhung in Japan wird am Markt aber bislang nicht gerechnet.

Auf der Verliererseite fanden sich Technologie-Werte wie die des weltgrößten Herstellers von Speicherchips, Samsung Electronics. Diese gaben 4,4 Prozent nach. Die Titel des kleineren Rivalen Hynix fielen um fast sechs Prozent, die von LG.Philips LCD um 1,8 Prozent.

Samsung und Hynix machte auch ein Bericht der Zeitung „Nihon Keizai“ zu schaffen, wonach die Konkurrenten Toshiba und SanDisk ein neues Werk in Japan bauen wollen. Die Anteilsscheine von Toshiba verbilligten sich in Tokio um 2,6 Prozent. Die Aktien des Internet-Unternehmens Softbank verzeichneten einen Kurssturz von 8,5 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte zuvor mitgeteilt, sie könnte die Kreditwürdigkeit von Softbank herabstufen. Als Grund nannte S&P die finanzielle Belastung aus dem möglichen Kauf des Japan-Geschäfts von Vodafone.

Zu den wenigen Gewinnern gehörten die Aktien von Suzuki Motor. Diese kletterten um drei Prozent, nachdem das Unternehmen bekannt gab, den größten Teil einer Beteiligung von General Motors an Suzuki für 1,9 Milliarden Dollar zurückgekauft zu haben. Zeitweise verhalf diese Nachricht den Suzuki-Aktien zu einem Rekordhoch.

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