Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2010

07:38 Uhr

Marktbericht

Dax rutscht wieder in die Verlustzone

Eine gespannte Erwartungshaltung vor US-Präsident Obamas erster Rede zur Lage der Nation und dem Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) hat am Mittwoch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax muss heute wieder Verluste hinnehmen. Finanzwerte Standen unter Druck.

Vor der US-Zinsentscheidung am Abend halten sich die Dax-Anleger zurück. Quelle: dpa

Vor der US-Zinsentscheidung am Abend halten sich die Dax-Anleger zurück.

HB FRANKFURT. Die Hoffnung hielt nur kurz. Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch seinen Erholungsversuch abgebrochen und mit Verlusten geschlossen. Vor allem enttäuschende Daten vom US-Immobiliensektor belasteten den Dax . Mit minus 0,45 Prozent auf 5 643 Punkte ging der Leitindex aus dem Handel, nachdem er zeitweise im Handelsverlauf bis auf rund 5 674 Punkte gestiegen war. Der MDax gab um 1,03 Prozent auf 7 479 Zähler nach. Der TecDax verlor 0,73 Prozent auf 803 Punkte.

Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank zufolge sind die Börsianer unverändert sehr nervös. So begrenzten zwar positive Ausblicke von Marktführern wie etwa SAP und Siemens das Abwärtsrisiko im Dax, doch durch die Bankenwerte beispielsweise sei weiter Druck auf den Index gekommen. Die Pläne von US-Präsident Barack Obama, den Sektor stärker zu kontrollieren, sowie eine hohe Risikovorsorge lasteten nach wie vor weltweit auf der Finanzbranche.

Diese Gemengelage sorge aktuell für "eine seitwärts gerichtete Tendenz mit allerdings starken Schwankungen". Mit Spannung werde daher auf Obamas Bericht zur Lage der Nation geschaut, der nach US-Handelsschluss erwartet wird. Von der Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch erwarten Experten hingegen nichts wesentlich Neues.

Am deutschen Markt waren es vor allem die Quartalszahlen von SAP und Wacker Chemie, die im Blick der Anleger standen. ProSiebenSat.1 rückten wegen Spekulationen über eine Kapitalerhöhung in den Blick und Tui aufgrund eines Presseberichts über die Beteiligung der Reederei Hapag Lloyd.

Europas größter Softwarehersteller SAP legte endgültige Zahlen vor und will in diesem Jahr die Krise endlich hinter sich lassen. Besonders in den Schwellenländern sollen Erlös und Gewinn gesteigert werden. Einige Analysten reagierten auf die Management-Aussagen mit Hochstufungen der Aktie. Das Papier konnte sich letztlich mit einem Aufschlag von 0,09 Prozent auf 32,750 Euro recht gut gegen den Abwärtstrend im Dax stemmen. An der Dax-Spitze standen die BASF-Aktien mit plus 1,08 Prozent auf 40,345 Euro. Börsianern zufolge wirken Aussagen von Vorstand Harald Schwager vom Dienstagnachmittag positiv nach. Der weltgrößte Chemiekonzern komme dank besser laufender Geschäfte in Asien und Südamerika wieder langsam aus der Krise, hatte Schwager gesagt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×