Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2010

07:30 Uhr

Marktbericht

Dax schließt im Plus – Unsicherheit bleibt

Der deutsche Aktienmarkt hat dank die Handelswoche guter US-Konjunkturdaten mit Gewinnen begonnen. Finanzwerte gehörten zu den Favoriten. Die Verunsicherung ist aber immer noch groß.

Der Dax zieht nach US-Daten an. Reuters

Der Dax zieht nach US-Daten an.

HB FRANKFURT. Unerwartet gute Konjunkturdaten aus den USA haben die Anleger wieder an den Aktienmarkt gelockt. Der Dax kletterte um 0,8 Prozent auf 5 654 Punkte. Auch an den meisten europäischen Börsen zogen die Kurse an. Vor allem gesucht waren die Finanzwerte. So kletterten Deutsche Bank um fast drei Prozent.

Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 130 (Freitag 207) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf drei (4,2) Milliarden Euro.

An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index knapp ein Prozent im Plus bei 10 165 Punkten und der S&P500 gut ein Prozent im Plus bei 1 086 Zählern. Der Nasdaq-Composite lag mit 2 161 Punkten 0,6 Prozent höher.

In den USA war der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar überraschend klar auf 58,4 von 54,9 Punkte gestiegen. Die Bauausgaben waren im Dezember allerdings überraschend stark um 1,2 Prozent gefallen.

"Die wirtschaftliche Erholung in den USA setzt sich fort", erklärte Helaba-Analyst Ralf Umlauf mit Blick auf den ISM-Index. "Insbesondere die Verbesserung der Beschäftigungskomponente bei guter Auftragslage stimmt uns zuversichtlich, dass der Aufschwung an Breite gewinnt, wenngleich die Dynamik im Vergleich zu vergangenen Zyklen geringer ausfallen dürfte." Die Beschäftigungs-Komponente war auf 53,3 von 50,2 Punkten gestiegen.

Dennoch seien die Anleger seien, sagte ein Händler. "Man fragt sich, war das die Korrektur, oder geht es noch weiter abwärts." Im Januar hatte der Dax sechs Prozent verloren und damit die Dezember-Gewinne wieder komplett abgegeben.

Auslöser der Verluste im Januar war die Ankündigung der US-Regierung, den Finanzsektor künftig wieder stärker zu regulieren. Zudem fürchten viele Anleger, dass die Haushaltslage in Griechenland und Portugal außer Kontrolle geraten könnte. Nach den Worten von EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia unterstützt die EU-Kommission den Sparplan Griechenlands.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×