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22.05.2013

19:31 Uhr

Marktbericht

Euro profitiert nur kurz von Bernankes Aussagen

Kurz nachdem klar wurde das US-Notenbankchef Bernanke den Geldhahn offen lässt, schoss der Dax auf neue Rekordhöhen. Doch er kann nur kurz von Bernankes Aussagen profitieren und sinkt bald wieder unter das Tageshoch.

Seine Rede sorgte für Trubel an den Börsen: US-Notenbankchef Ben Bernanke. AFP

Seine Rede sorgte für Trubel an den Börsen: US-Notenbankchef Ben Bernanke.

FrankfurtDer Euro hat am Mittwoch nur kurzzeitig von der Aussicht auf weiterhin billiges US-Geld profitieren können. Die Gemeinschaftswährung gab noch während der Anhörung des US-Notenbankchefs Ben Bernanke vor einem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses seine Gewinne wieder ab und notierte mit 1,2880 Dollar rund einen Cent unter dem zuvor erreichten Tageshoch. Auch zum Yen zog der Dollar auf 103,40 Yen nach 102,46 am Vorabend an.

Zunächst hatte die Erleichterung über Bernankes Bekenntnis zur Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik dem Euro starken Auftrieb gegeben. Doch im Verlauf der Anhörung schien Bernanke etwas differenzierter zu argumentieren. So räumte der Notenbankchef ein, dass eine lange Niedrigzinsphase auch Risiken berge.

Börse Frankfurt: Bernanke gibt den Börsen Feuer

Börse Frankfurt

Bernanke gibt den Börsen Feuer

Der Geldhahn bleibt offen. Das entschied Ben Bernanke am Mittwoch. Die Anleger feierten dies und ließen den Dax neue Rekordhöhen erobern. Einige Händler äußern allerdings schon erste Zweifel an der Strategie der Fed.

Zudem könnte die Fed bei einer der nächsten Sitzungen das Tempo der Anleihekäufe verringern, falls sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter aufhellen sollte, erklärte Bernanke weiter. „Da hat Bernanke in der Frage- und Antwortrunde etwas differenziert und einige Devisenanleger sehen darin ein Signal, dass ein baldiger Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik durchaus vorstellbar ist“, erklärte ein Händler in Frankfurt. „Das hat zu Dollar-Käufen geführt.“

Von

rtr

Kommentare (1)

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fortissimo

22.05.2013, 19:49 Uhr

Das ist doch alles nicht mehr real-normal. Wir sollten nochmals beginnen nach der schweren Korrektur in 1987!

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