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05.01.2007

18:13 Uhr

Marktbericht Frankfurt

Dax beendet erste Woche schwach

Die deutschen Aktienmärkte haben die erste Handelswoche im neuen Jahr mit Kursverlusten beendet. Der Dax sackte am Freitag sogar unter die Marke von 6 600 Punkten. Unterdessen rätselt der Markt über den geheimnisvollen Kursanstieg bei VW.

HB FRANKFURT. Die deutschen Aktienmärkte haben die erste Handelswoche im neuen Jahr mit Kursverlusten beendet. Der DAX sackte am Freitag sogar unter die Marke von 6 600 Punkten und verlor 1,27 Prozent auf 6 589,36 Zähler. Der MDAX gab 0,97 Prozent auf 9 394,41 Punkte nach und der TecDax 0,39 Prozent auf 762,95 Zähler.

Der Euro gab gegenüber dem Dollar weiter nach. Der Referenzkurs der Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3084 Dollar festgesetzt nach 1,3106 Dollar am Vortag.

„Der unerwartet starke US-Arbeitsmarktbericht hat dem Markt kaum geholfen. Vermutlich befürchten nun viele Anleger, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen nun doch nicht so schnell wie erhofft senken wird“, sagte ein Händler. Die amerikanische Wirtschaft hat im Dezember mehr neue Stellen geschaffen als erwartet.

Die VW-Aktie konnte dagegen 2,7 Prozent zulegen. Zwischenzeitlich war die Aktie um 3,9 Prozent auf 87,39 Euro angestiegen. Der raketenhafte Anstieg von VW nährt die Spekulationen, heißt es im Handel. „Allerdings war erst der Anstieg da und nun kommen die konstruierten Gerüchte“, sagt ein Händler. Da nur ein großer Käufer aktiv sei, der definitiv beliebig viele Stücke nehmen könne, gehe natürlich das Gerücht um, Porsche erhöhe über 30 Prozent. Daneben gebe es andere Varianten, „Auch so verrückte, wie Porsche will Audi kaufen“, so der Händler weiter. Der Umsatz sei „riesig“.

Der Sportwagenhersteller Porsche hat unterdessen Marktgerüchten widersprochen, er habe seinen Anteil an Volkswagen aufgestockt. „Wir haben 27,4 Prozent, dabei bleibt es. Wir haben keine Aktien gekauft“, sagte ein Porsche-Sprecher am Freitagabend.

Die stärksten Kursverluste im Dax verzeichneten die Aktien der beiden Energieversorger Eon (minus 4,4 Prozent) und RWE (minus 4,3 Prozent). EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes will nach einem Pressebericht die Marktmacht der europäischen Energiekonzerne beschränken. Händler sprachen zudem von Umschichtungen von Versorger- in Telekomwerte. Die bereits am Vortag gefragten Aktien der Deutschen Telekom gewannen 0,62 Prozent auf 14,54 Euro.

Lufthansa verbesserten sich um 2,1 Prozent. Händler verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar und den niedrigen Ölpreis. Zugleich steuert der Tarifkonflikt bei den deutschen Fluglotsen auf eine Schlichtung zu.

EADS-Aktien gewannen 1,05 Prozent auf 25,96 Euro. Der malaysische Billigflieger Air-Asia will bis Ende Januar über den Kauf von weiteren 100 Airbus-Jets vom Typ A320 entscheiden. Die Flotte soll auf 200 Flieger dieses Typs aufgerüstet werden. Die Fluggesellschaft hatte bereits zuvor eine Bestellung für 100 A320 bei der EADS-Tochter Airbus abgegeben, die nun verdoppelt werden soll.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,93 (Donnerstag: 3,95) Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,07 Prozent auf 116,85 Punkte zu. Der Bund Future verlor 0,49 Prozent bei 115,79 Zähler. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3084 (1,3106) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7643 (0,7630) Euro.

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