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03.07.2014

17:50 Uhr

Marktbericht Frankfurt

Dax schließt dank US-Jobdaten so hoch wie nie zuvor

Der Arbeitsmarkt der USA sorgt für eine Überraschung und treibt die Kurse an den Börsen nach oben. Dem Dax bescheren die Daten den höchsten Schlusskurs seiner Geschichte, der Dow Jones knackt erstmals die 17.000 Punkte.

Dax in Lauerstellung

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FrankfurtDer Dax läuft zur Höchstform auf. Angetrieben von starken US-Arbeitsmarktdaten durchbrach der Leitindex zunächst die 10.000-Punkte-Marke um am Ende den Handel auf dem höchsten Schlusskurs aller Zeiten zu beenden. In Frankfurt ging der Dax mit einem satten Plus von 1,2 Prozent auf 10.029 Punkten aus dem Handel. Die Kurse in der zweiten Reihe konnten sich ebenfalls sehen lassen. Der MDax schloss ein Prozent höher auf 16.915 Zähler. Der TecDax lag 0,8 Prozent im Plus auf 1334 Zähler.

In den USA feierten die Anleger ebenfalls Rekorde. Der US-Aktienindex Dow Jones hat erstmals in seiner Geschichte die Marke von 17.000 Punkten geknackt. Nach Frankfurter Börsenschluss notierte der Dow Jones 0,5 Prozent fester auf 17.054 Punkten.

Im Juni konnten rund 288.000 neue Stellen geschaffen werden. Ökonomen hatten lediglich mit 212.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 6,1 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit September 2008. An den US-Börsen zogen die Kurse dementsprechend ins Plus.

Der Euro hingegen musste eine Dämpfer hinnehmen. Die Gemeinschaftswährung fiel auf 1,3620 Dollar nach zuvor 1,3647 Dollar. „Der deutlich über den Erwartungen liegende Stellenaufbau unterstreicht nicht nur die fortschreitende Erholung des US-Arbeitsmarktes, sondern untermauert auch das Szenario einer zunehmenden Dynamik der US-Wirtschaft im zweiten Quartal“, hieß es in einem Kommentar der Helaba.

Die Halbjahresbilanz der wichtigsten Werte

Dax

+ 2,9 Prozent

MDax

+ 1,5 Prozent

TecDax

+ 12,2 Prozent

Eurostoxx 50

+ 3,8 Prozent

Dow Jones

+ 1,5 Prozent

S&P-500

+ 6,1 Prozent

Nasdaq

+ 5,5 Prozent

Nikkei

- 6,9 Prozent

Euro

- 0,5 Prozent

Gold

+ 10,2 Prozent

Rohöl

+ 0,5 Prozent

„Nun beginnen wieder die Gespräche: Bringt das die Fed dazu, die erste Zinserhöhung vorzuziehen?"“ sagte der Anlagestratege Darrell Cronk von Wells Fargo Private Bank. Der Leitzins liegt seit Dezember 2008 bei nahe null Prozent. Die meisten Analysten gingen bislang davon aus, dass die Fed frühestens Mitte 2015 damit beginnen wird, ihn wieder anzuheben. Die Experten von JPMorgan erwarten nun bereits für das dritte Quartal kommenden Jahres mit diesem Schritt, nachdem sie bisher das vierte Quartal im Blick hatten.

Wie erwartet hat die EZB den Leitzins nicht gesenkt. Er bleibt weiterhin auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,15 Prozent. Dementsprechend wenig hat sich auch an den Aktienmärkten nach der Entscheidung getan. Bei der anschließenden Pressekonferenz ließ EZB-Präsident durchblicken, in welche Richtung die Geldpolitik der EZB fortgesetzt wird. „Das Bündel geldpolitischer Maßnahmen, das wir vergangenen Monat beschlossen haben, hat zu einer weiteren Lockerung unserer Geldpolitik geführt.“

Kommentare (42)

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Felix Zufall

03.07.2014, 08:39 Uhr

Traurig, aber so wird es wohl sein. Die wenigen Impulse kommen von den Notenbanken und Negatives wird weiterhin ignoriert.

Nicht auszudenken, wo wir jetzt im Dax & Dow stehen würden, wenn es rein um fundamentale und unternehmensspezifische Fakten gehen würde.

Herr Edi Haas

03.07.2014, 10:28 Uhr

Super Donnerstag. Das ist doch Millionär werden mit Ansage. Super Mario wieder im Einsatz, wie immer Donnerstags wenn EZB Sitzung ist. Da muss man nicht auf unternehmensspezifische Fakten schauen und auch nicht auf fundamentale Grundlagen. Wichtig ist einzig die Stimmung die schon die ganze Woche sehr gut ist, man wartet ja Monat für Monat auf diese Rede und deren Auswirkungen die ebenfalls sowieso immer postiv aufgenommen werden. Keiner kann sagen, es läuft nicht rund.

Herr Edi Haas

03.07.2014, 10:45 Uhr

So einfach geht das ja nun wirklich nicht, wie sie behaupten. Ich glaube da hat noch jemand auf EZB Sitzung
ein wenig Geld gesetzt. Man konnte dies letzten Monate sehr gut spekulieren, nur Lufthansa ging voll daneben

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