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16.01.2007

18:10 Uhr

Marktbericht Frankfurt

Dax schließt im Minus

Nach drei Tagen mit Gewinnen haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Dienstag nachgegeben. „Dem Markt geht nach den jüngsten Kursanstiegen etwas die Luft aus. Selbst der besser als erwartet ausgefallene ZEW-Konjunkturindex brachte keine neuen Impulse,“ sagte ein Händler.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss in einem von wenigen Nachrichten geprägten Geschäft 0,2 Prozent tiefer bei 6 716,82 Punkten. Für Verstimmung an der Börse sorgte vor allem das unerwartet deutlich nachlassende Wachstum der Industrie im Großraum New York im Januar. Der von der Federal Reserve Bank (Fed) von New York ermittelte Index für das verarbeitende Gewerbe sank auf plus 9,13 Zähler von revidiert 22,19 Punkten im Vormonat.

Neue Kaufanreize könnten Börsianer zufolge Geschäftszahlen von US-Branchengrößen lieferen. „Alles wartet auf Intel“, sagte ein Händler. Der weltgrößte Chiphersteller will nach US-Börsenschluss über die Entwicklung im abgelaufene Quartal informieren.

Auf der Verliererliste standen die Aktien der Deutschen Börse mit einem Abschlag von einem Prozent ganz oben. Börsianer verwiesen auf den jüngsten Kursanstieg bei den Titeln des Frankfurter Börsenbetreibers und sprachen von Gewinnmitnahmen. Zudem könnte der Deutschen Börse Konkurrenz durch die Europäische Zentralbank (EZB) entstehen. Nach deren Berechnungen könnte die Abwicklung von Wertpapiergeschäften in Euro erheblich preiswerter werden, wenn sie unter dem Dach der Zentralbank gebündelt wäre.

Zu den Verlierern zählten auch die Titel von DaimlerChrysler mit einem Minus von 0,7 Prozent. Der Autobauer hatte im vergangenen Jahr zwar seinen Lkw-Absatz auf Rekordniveau gesteigert. Doch Börsianer verwiesen auf die Senkung der Gewinnprognose für den Gesamtkonzern durch die Analysten von Morgan Stanley.

Die Titel von Eon bauten hingegen Verluste von bis zu 1,5 Prozent im Tagesverlauf fast vollständig wieder ab und beendeten den Handel nur noch 0,1 Prozent tiefer bei 100,28 Euro. Der Energieriese nahm eine weitere Hürde bei der geplanten Übernahme von Endesa. Ein Madrider Gericht hob eine Klage auf, die dem milliardenschweren Angebot von Eon an den spanischen Versorger noch im Wege stand.

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