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02.01.2009

18:33 Uhr

Marktbericht Frankfurt

Dax schließt nur knapp unter 5 000 Punkten

Gelungener Auftakt am deutschen Aktienmarkt: Der deutsche Leitindex Dax steuert die psychologisch wichtige Marke von 5 000 Punkten an. Auch die anderen großen Indizes gehen mit einem Plus aus dem Xetra-Handel.

Bulle oder Bär - Wer gewinnt 2009 die Oberhand? ap

Bulle oder Bär - Wer gewinnt 2009 die Oberhand?

HB DÜSSELDORF. Der Start ins Börsenjahr 2009 ist in Deutschland geglückt. Der deutsche Aktienmarkt legte kräftig zu. Der Dax schließt beim Stand von 4 973,07 Punkten, ein Plus von 3,39 Prozent. Auch die anderen großen Indizes verzeichnen ein Plus. Der MDax mittelgroßer Werte stieg um 2,75 Prozent auf 5 755,76 Zähler; der TecDax legte um 3,38 Prozent auf 525,50 Punkte zu. Damit setzte der deutsche Aktienmarkt - wenn auch bei dünnen Umsätzen - seine positive Tendenz der letzten Handelstage im vergangenen Jahr fort. Gefragt waren vor allem Aktien von Industrieunternehmen.

Im Vergleich zum miserablen Vorjahr ist die positive Eröffnung ein deutlicher Fortschritt: 2008 hatte der Dax schon am ersten Tag 1,5 Prozent verloren und damit den Startschuss für das zweitschlechteste Börsenjahr in Deutschland gegeben. Ingesamt büßte der Leitindex in den vergangenen zwölf Monaten 40 Prozent ein.

Für 2009 geben sich Bankexperten insgesamt moderat optimistisch: Laut einer Umfrage des Handelsblatts rechnen die großen Institute Ende des Jahres im Schnitt mit einem Dax-Stand von gut 5 200 Punkten. Einige Banken halten gar Stände von 6 000 Punkten und mehr für möglich.

An der Spitze im Leitindex standen die Aktien der Deutschen Börse mit einem Plus von 6,8 Prozent. Papiere von Henkel legten 6,1 Prozent zu, die von Linde um 5,8 Prozent. Dagegen verloren Titel der Deutschen Post rund zwei Prozent. Hintergrund war die Meldung des Unternehmens, dass Finanzvorstand John Allan seinen Posten Mitte des Jahres aufgeben wird und es bisher keinen Nachfolger gibt. Hierunter litt auch das Papier der Deutschen Postbank, deren Verkauf an die Deutsche Bank eng mit der Person des Finanzchefs verbunden ist. Postbank-Titel gaben 1,3 Prozent nach.

Die Post-Aktie hatte zunächst kaum auf die Nachricht reagiert, war dann aber deutlich ins Minus gerutscht. Analyst Jochen Rothenbacher von Equinet kappte in einer ersten Einschätzung sein Anlageurteil für die "Aktie gelb" von "hold" auf "reduce". "Die Meldung kommt völlig überraschend und ist ganz klar negativ", sagte der Analyst. Möglicherweise sei der überraschende Abgang auch ein Indiz dafür, dass die Post ihre Ziele nicht erreiche. Rothenbacher rechnet ohnehin mit einem bereinigten Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 2,25 Mrd. Euro, was unterhalb des Post-Ziels von 2,40 Mrd. Euro liege.



Unter den Gewinnern im Dax tummelten sich zahlreiche Werte an der Spitze, die zuletzt weniger im Fokus standen. Vor allem Industriewerte taten sich mit hohen Gewinnen hervor. So zählten Siemens-Titel nach einem Vorstandsinterview mit plus 5,35 Prozent auf 55,50 Euro zu den Favoriten. Der Mischkonzern werde vor allem wegen der erwarteten Investitionen in Infrastruktur zu den Gewinnern der Wirtschaftskrise gehören und sehe die Krise als Chance für Zukäufe, sagte Siemens-Chef Peter Löscher der "Börsen- Zeitung".

Deutlich legten auch die Papiere von Thyssen-Krupp zu. Mit einem Aufschlag von 5,5 Prozent landeten auch sie ganz vorne auf der Gewinnerliste. Der deutsche Branchenprimus der Stahlindustrie profitierte von einer Nachricht aus den USA. Die US-Stahlindustrie fordert ein Infrastrukturpaket zur Ankurbelung der Nachfrage mit einem Volumen von einer Billion Dollar. An der Wall Street verteuerten sich daraufhin die Aktien des Stahlriesen Nucor um 4,8 Prozent.

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