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12.07.2011

18:00 Uhr

Marktbericht Frankfurt

Dax setzt Talfahrt gebremst fort

Die Euro-Schuldenkrise rüttelte die Märkte auch am Dienstag weiter kräftig durch. Die Angst vor einer Ausbreitung der Krise ließ den Dax seine gestrigen Verluste ausweiten - wenn auch nicht so stark wie anfangs befürchtet.

Der erneute Kursrutsch dürfte an der Frankfurter Börse nicht gut ankommen Quelle: Reuters

Der erneute Kursrutsch dürfte an der Frankfurter Börse nicht gut ankommen

FrankfurtIm Bann der Schuldenkrise hat der Dax am Dienstag seine Talfahrt fortgesetzt. Der deutsche Leitindex ging mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 7.174 Punkten aus dem Handel, nachdem er zwischenzeitlich sogar mehr als drei Prozent abgegeben und sich am Morgen sogar unter der 7.000er-Marke bewegt hatte. Damit fielen die Kursverluste am Ende geringer aus als zum Wochenauftakt. Für den MDax ging es an diesem Dienstag um 0,63 Prozent auf 10 744,98 Punkte nach unten, der TecDax büßte 0,8 Prozent auf 870,64 Punkte ein.

Die Stimmung ist nach wie vor schlecht, die Angst, dass die Schuldenkrise in Südeuropa weiter um sich greift groß. „Die Europapolitik liefert keine Perspektive, sie führt nicht.“ sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Insofern verlören immer mehr Anleger den Glauben daran, dass Griechenland seine Probleme „im Korsett der Eurozone“ lösen könne. Und je länger dieser Fall ungelöst sei, desto mehr würden andere Länder in Mitleidenschaft gezogen, wie nun Italien.

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Euro auf Vier-Monats-Tief

Die Angst vor einem Überschwappen der Schuldenkrise auf Italien und einer Zahlungsfähigkeit Griechenlands hat am Dienstag an den Finanzmärkten den Euro stark belastet. Die Gemeinschaftswährung rutschte auf 1,39 Dollar und lag damit mehr als einen US-Cent niedriger als am Vorabend in New York. „Bestrebungen, einen Rettungsplan für Griechenland nun schneller auf die Beine zu stellen als bisher geplant, überzeugen die Finanzmärkte nicht“, erklärten die Analysten der Commerzbank. Der niederländische Finanzminister warnte, ein selektiver Zahlungsausfall Griechenlands sei nicht mehr ausgeschlossen.

In Europa geht der Kampf gegen die Ausbreitung der Schuldenkrise weiter. Die Euro-Finanzminister wollen den Rettungsfonds für klamme Euro-Staaten für neue Aufgaben einsetzen. Die Laufzeiten von Krediten sollen verlängert werden und die Zinsen sinken, sagte der Vorsitzende der Ministerrunde, Jean-Claude Juncker, am Montagabend in Brüssel nach über achtstündigen Beratungen. EU-Währungskommissar Olli Rehn schloss nicht aus, dass der EFSF-Fonds künftig auch Staatsanleihen von Privatgläubigern kaufen oder Schuldenländern den Rückkauf eigener Anleihen ermöglichen könnte. Bisher ist das nicht möglich. Entscheidungen dazu sollten „so schnell wie möglich“ fallen. Rehn sagte mit Blick auf Italien: „Wir sind sehr besorgt über die jüngsten Marktentwicklungen.“

Kommentare (16)

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Kenner

12.07.2011, 08:42 Uhr

gut unterstützt bei 7200.das war schon geschmolzene butter durch die wir durch sind.

Kenner

12.07.2011, 08:44 Uhr

7040

Account gelöscht!

12.07.2011, 08:50 Uhr

Die einzigen Firmen die in den kommenden 5 Jahren kontinuierlich Hoechstprofite erwirtschaften werden sind Gold & Silber Minen.

Und Gold hat heute wieder einen neuen Hoechstpreis von EUR 1114 erreicht.


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