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23.01.2008

18:40 Uhr

Marktbericht Frankfurt

Dax verliert fast fünf Prozent

Die deutschen Aktienindizes sind am Mittwoch nach einer kurzen Zwischenerholung weiter eingebrochen. Der Dax verlor fast fünf Prozent und schloss knapp über der Marke von 6 400 Punkten. Händler verwiesen auf den Rückgang der Index-Futures in den USA, wo Rezessionsängste und ein enttäuschender Bericht von Apple die Anleger vergraulten. Zwischenzeitlich stand der tiefste Wert seit Dezember 2006 auf der Kurstafel.

Der Bär hat derzeit das Sagen. Foto: ap ap

Der Bär hat derzeit das Sagen. Foto: ap

HB FRANKFURT. Die deutschen Aktienindizes sind am Mittwoch nach einer kurzen Zwischenerholung erneut eingebrochen. Der Dax ging nach einem unsteten Handel 4,88 Prozent tiefer bei 6 439 Zählern aus dem Handel. Zwischenzeitlich hatte der Leitindex bei 6 384 Zählern den niedrigsten Stand seit Dezember 2006 markiert. Seit Jahresbeginn hat der deutsche Leitindex rund 20 Prozent verloren.

Der MDax, der sich am Vortag noch deutlich hatte erholen können, fiel um 2,24 Prozent auf 8 063 Punkte. Gleiches galt für den TecDax, der 2,78 Prozent auf 730 Zähler nach unten schlitterte.

"Verkauft wird quer durch die Bank, fundamentale Gründe sind jetzt unwichtig, hier werden pure Emotionen gehandelt", sagte ein Händler.

Das Eingreifen der Fed mit seiner Zinssenkung um 75 Basispunkte auf 3,5 Prozent hatte am Dienstag an den Finanzmärkten noch zweitweise für Beruhigung gesorgt, stachelte am Mittwoch aber die Nervosität der Anleger wieder an. "Die Gefahr ist, dass die Fed etwas besser Bescheid weiß, wie es in den Bankenbilanzen aussieht. Die Befürchtung ist, dass es etwas schlimmer ist, als bisher angenommen wurde", sagte Bernd Krampen, Marktstratege von der NordLB.

Händler berichteten von neuen Gerüchten über mögliche weitere Milliarden-Abschreibungen großer europäischer Banken. "Der Markt ist in Panik", sagte ein Händler. Auch der vorsichtige Ausblick vom US-Technologiekonzern Apple trug zur Verunsicherung bei: Der iPod-Hersteller blieb mit seiner Prognose für das zweite Quartal unter den Erwartungen von Analysten. Insgesamt sei der Risikoappetit der Investoren am Aktienmarkt so gering wie seit 20 Jahren nicht mehr, stellte Fondsmanager Matthias Schellenberg von ING Investment Management fest.

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