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03.01.2007

18:18 Uhr

Marktbericht Frankfurt

Dax verteidigt Sechs-Jahres-Hoch

Der freundliche Beginn des Börsenjahres in den USA hat den Kursen am deutschen Aktienmarkt einen weiteren Schub gegeben. Der Dax notierte auf dem Niveau von Fabruar 2001. Damit nicht genug – er nahm zwischenzeitlich sogar die psychologisch wichtige Marke von 6 700 Zählern in Angriff.

HB FRANKFURT. Der Leitindex stieg am Mittwoch um zehn Zähler auf 6 691 Punkte. Nach einem überraschend starken Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA hatte der Dax sogar 0,3 Prozent auf 6704 Punkte zugelegt.

„Ich schließe nicht aus, dass wir noch im Januar die 7 000-Punkte-Marke testen“, erklärte ein Händler. „Der Markt ist in einer sehr guten Verfassung.“ In den USA, wo am Dienstag die Märkte wegen eines Staatstrauertages für den verstorbenen früheren US-Präsidenten Gerald Ford geschlossen waren, startete der Dow-Jones-Index auf Rekordniveau ins neue Börsenjahr. „Offenbar muss man sich um die US-Konjunktur doch keine allzu großen Sorgen machen“, sagte ein Händler.

Auch die Nebenwerte profitierten vom guten Börsenklima, so dass der Nebenwerteindex MDax zeitweise mit 9543 Punkten ein Rekordhoch aufstellte, das er zum Handelsschluss nur knapp verfehlte. Unterstützt wurde die Hausse auch vom Rückgang der Ölpreise, was die Kosten für Transport und Produktion der Unternehmen mindern dürfte.

Größter Gewinner im Dax waren die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care mit einem Plus von 2,9 Prozent. „Nachdem die Aktien in den vergangenen Wochen meist vernachlässigt waren, holen sie jetzt gegenüber dem Dax auf“, erklärte ein Händler den Kursgewinn. Die Aktien der Lufthansa zogen um zwei Prozent an. „Die werden im Moment von einigen Banken gepusht“, begründete ein Händler.

Spekulationen auf eine Aufspaltung trieben die Aktien des Touristikkonzerns Tui um 1,6 Prozent in die Höhe. „Die Anleger spielen die Idee, Tui in eine Touristik- und eine Schifffahrtssparte zu trennen“, sagte ein Händler. „Die beiden Teile wären einzeln einfach mehr wert als zusammen.“ Ein Tui-Sprecher wies die Spekulationen als „unsinnig“ zurück. Der Vorstand habe erst kürzlich bekräftigt, den Konzern in seiner jetzigen Form zu erhalten. Die TUI-Aktien waren 2006 im Dax mit einem Minus von gut zwölf Prozent das Schlusslicht.

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