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31.03.2014

16:21 Uhr

Marktbericht

Mailänder Börse auf Drei-Jahres-Hoch

Mit dem besten Jahresauftakt seit 1998 erreicht die Mailänder Börse einen Rekord. Seit Dezember stieg der italienische Leitindex auf mehr als 14 Prozent. Auch zehnjährige Staatsanleihen aus Italien und Spanien sind beliebt.

Italiens Premierminister Matteo Renzi. Der Politiker bringt frischen Wind – auch an die Mailänder Börse. dpa

Italiens Premierminister Matteo Renzi. Der Politiker bringt frischen Wind – auch an die Mailänder Börse.

FrankfurtDank der „Renzi-Rally" steht der Leitindex der Mailänder Börse vor dem zweitbesten Jahresauftakt seiner Geschichte. Er legte seit Ende Dezember mehr als 14 Prozent zu und markierte am Montag mit 21.685,70 Punkten ein Drei-Jahres-Hoch. Der Dax kommt im ersten Quartal auf ein Plus von gerade einmal 0,5 Prozent.

Die vom neuen italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi angestoßene Wahlrechtsreform werde voraussichtlich zu stabilen Parlamentsmehrheiten führen, schrieben die Analysten der Credit Suisse in einer Studie. Das erleichtere den notwendigen Umbau des Arbeitsmarktes, der Justiz sowie den Bürokratie-Abbau. All dies erhöhe die Wettbewerbsfähigkeit Italiens und sorge für bessere Konjunkturaussichten. Da italienische Aktien im europäischen Vergleich zudem günstig seien, werde die „Renzi-Rally" voraussichtlich noch eine Weile weitergehen.

Der Athener Leitindex legte seit Jahresbeginn ebenfalls gut 14 Prozent zu. Das ist der beste Jahresauftakt seit 1999. Spekulationen auf eine baldige Rückkehr Portugals in die finanzielle Eigenständigkeit verhalfen der Lissaboner Börse sogar zu einem Plus von knapp 16 Prozent. So stark aufwärts ging es zuletzt in den ersten drei Monaten des Jahres 2006. Der spanische Ibex hängt mit einem Plus von knapp fünf Prozent seit Jahresbeginn hinterher. Allerdings kann er damit erstmals seit 2009 wieder drei Quartale in Folge zulegen. Anleger griffen in den vergangenen Monaten nicht nur bei den Aktien, sondern auch den Staatsanleihen der europäischen Peripheriestaaten zu. Die Renditen der richtungsweisenden zehnjährigen italienischen und spanischen Anleihen sanken zeitweise auf die niedrigsten Stände seit acht Jahren.

Von

rtr

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