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10.01.2007

22:23 Uhr

Marktbericht New York

US-Börsen dank Alcoa und Apple im Plus

Die US-Börsen haben am Mittwoch fester geschlossen. Besonders der Einstieg des Computerkonzerns Apple in den Handymarkt stützte die Kurse. Doch auch die Quartalsergebnisse des weltgrößten Aluminiumherstellers Alcoa trugen zur guten Stimmung der Anleger bei.

HB NEW YORK. Die Kursverluste von Ölunternehmen wie Chevron dagegen belasteten den Markt. Der Branche machte der niedrige Preis des Rohstoffes zu schaffen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,21 Prozent auf 12 442 Punkte. Er pendelte zwischen 12 356 und 12 452 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,19 Prozent auf 1415 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,63 Prozent auf 2459 Punkte zu.

Alcoa profitierte davon, dass er am Dienstagabend ein Quartalsüberschuss über den Erwartungen veröffentlicht hatte. Im abgelaufenen Jahr stiegen Gewinn und Umsatz sogar auf das höchste Niveau seiner 118-jährigen Geschichte. Der Aktienkurs legte daraufhin um 6,0 Prozent auf 30,23 Dollar zu.

„Alcoa setzt ein positives Signal für die nächste Woche, wenn die Unternehmensergebnisse auf uns einprasseln werden“, sagte Wertpapierhändler Larry Peruzzi von The Boston Company Asset Management.

Dazu kam ein Bericht des „Wall Street Journals“, wonach die insolventen US-Fluggesellschaften Delta Air Lines und Northwest Airlines über eine Fusion verhandeln. Delta-Papiere verteuerten sich deswegen um 7,96 Prozent auf 1,40 Dollar, Northwest um 9,35 Prozent auf 5,03 Dollar.

Bei den Technologiewerten gab Apple den Ton an. Der Konzern hatte am Vortag das iPhone präsentiert, das den millionenfach verkauften Multimediaplayer iPod mit einem Mobiltelefon und einem Taschencomputer vereint. Mehrere Wertpapierhandelshäuser hoben deshalb ihr Kursziel für die Aktie des Konzerns an. Der Titel schnellte um 4,79 Prozent auf 97,00 Dollar in die Höhe. Konkurrenten wie Nokia, die hochwertige Handys produzieren, litten darunter. Die Aktien des finnischen Unternehmens fielen in New York um 1,55 Prozent auf 19,08 Dollar.

Der Ölkonzern ConocoPhillips verlor 2,98 Prozent auf 64,53 Dollar. Die Anleger fürchten, dass die Gewinne der Branche unter Druck geraten könnten, weil der Ölpreis sinkt. Der Rohstoff verbilligte sich weiter, weil die US-Lagerbestände an Destillaten wie Heizöl einem Bericht der Regierung in Washington zufolge vergangene Woche stärker zugenommen haben als erwartet. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Rohöl wurde daher mit 53,51 Dollar etwa 3,83 Prozent tiefer gehandelt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,57 Mrd. Aktien den Besitzer. 1679 Werte legten zu, 1652 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,28 Mrd. Aktien 1513 im Plus, 1495 im Minus und 146 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 99-15/32. Sie rentierten mit 4,690 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 16/32 auf 95-22/32 nach und hatten eine Rendite von 4,776 Prozent.

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