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11.01.2008

22:34 Uhr

Marktbericht New York

Wall Street: Die Angst ist wieder da

Schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor: Der US-Anbieter von Finanz- und Reisedienstleistungen American Express schockte die Märkte und verdarb Händlern an den US-Aktienbörsen die Stimmung. Zudem zogen enttäuschende Technologiewerte wie Apple und Blackberry den Nasdaq-Index zwei Prozent ins Minus. Die Angst vor der Rezession ist größer denn je.

An der Wall Street geht die Angst vor einer Rezession um. Foto: dpa

An der Wall Street geht die Angst vor einer Rezession um. Foto: dpa

HB NEW YORK. Belastet von Rezessionsängsten haben die US-Aktienbörsen am Freitag mit deutlichen Kursabschlägen geschlossen. Der US-Anbieter von Finanz- und Reisedienstleistungen American Express schockte die Märkte mit einer Gewinnwarnung für das abgelaufene Quartal.

Börsianer befürchten nun, dass das Schreckensbild einer Rezession bald Realität werden könnte, da auch American Express in den Strudel der Kreditmarktkrise geraten sei.

Der Dow-Jones -Index der Standardwerte schloss 1,9 Prozent tiefer bei 12 606 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12 543 und 12 851 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 1,4 Prozent auf 1 401 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq rutschte um zwei Prozent auf 2 439 Stellen ab.

Im Wochenvergleich gab der Dow-Jones -Index 1,5 Prozent, der S&P-500-Index 0,7 Prozent und der Nasdaq -Index 2,6 Prozent ab.

An der Frankfurter Börse war der Deutsche Aktienindex mit 7718 Punkten moderate 0,06 Prozent höher aus dem Handel gegangen.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von American Express mit einem Abschlag von mehr als zehn Prozent. Händler sagten, dass der Ausblick des Unternehmens die Märkte enttäuscht habe. Als Grund für die schwache Prognose nannte das Unternehmen sinkende Ausgaben seiner Kreditkartenkunden und befürchtete Zahlungsausfälle, die zu einem Sonderaufwand von 440 Millionen Dollar im vierten Quartal geführt hätten. Auch die Papiere des Rivalen MasterCard gerieten in den Abwärtssog und rutschten 8,6 Prozent in den Keller.

Die Papiere von Merrill Lynch notierten nach einem zunächst schwächeren Start dagegen gut fünf Prozent fester. Laut "New York Times" summieren sich die Verluste bei dem Institut wegen der Hypothekenkrise auf etwa 15 Milliarden Dollar. Demnach verhandelt die Bank nun mit Investoren um in den kommenden Tagen etwa vier Milliarden Dollar zusätzliches Kapital zu erhalten.

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