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17.01.2007

22:35 Uhr

Marktbericht New York

Wall Street geht mit Verlusten aus dem Handel

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch Kursabschläge hinnehmen müssen. Vor allem die Nasdaq wurde ins Minus gedrückt: Auf ihr lastete der Quartalsbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel. Eine große Nachfrage nach Papieren der Energiekonzerne konnte dagegen die Verluste bei den Standardwerten begrenzen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,04 Prozent tiefer bei 12 577 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 614 und 12 550 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte um 0,09 Prozent schwächer bei 1 430 Zählern. Der Nasdaq-Composite fiel um 0,74 Prozent auf 2 479 Stellen. Auf den um 20.00 Uhr MEZ vorgelegten Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank (Fed) reagierte der Markt kaum.

Intel-Aktien verloren fast sechs Prozent auf 21,04 Dollar. Der Konzern hatte am Vortag nach Börsenschluss mitgeteilt, dass der Gewinn im abgelaufenen Vierteljahr um 40 Prozent eingebrochen war. Auch der Ausblick für dieses Jahr konnte die Investoren nicht überzeugen. Der Netzwerkausrüster Cisco Systems, dessen Papiere um 3,8 Prozent auf 26,98 Dollar nachgaben, drückte ebenfalls auf den Technologiemarkt: Merrill Lynch hatte die Aktien herabgestuft.

Was die Techwerte angehe, richteten sich nun alle Augen auf Apple, meinte Joe Saluzzi von Themis Trading. Vor allem werde interessant sein, was der US-Computerhersteller zu seinem iPhone sage. Apple sollte seine Quartalszahlen nach US-Börsenschluss veröffentlichen. Den Handel verließen die Aktien mit einem Minus von 2,2 Prozent bei 94,95 Dollar.

Dagegen wandten sich viele Anleger den Aktien der Öl-Multis zu: Anteilsscheine von Exxon Mobil verteuerten sich etwa um 1,2 Prozent auf 72,46 Dollar. Da der Ölpreis zuletzt gefallen sei, sähen viele Leute derzeit eine gute Einstiegsmöglichkeit bei Aktien in dieser Branche, sagte Experte Todd Leone von Cowen & Co. in New York. Der Ölpreis lag am Nachmittag bei 52,08 Dollar - ein Anstieg von knapp einem Dollar.

Papiere von Procter & Gamble kletterten um gut ein Prozent auf 65,36 Dollar. Die Bank Goldman Sachs hatte ihr Rating für die Aktien angehoben.

Unter den Inflations- und Konjunkturdaten hoben sich die Zahlen zu den US-Erzeugerpreisen und zur Industrieproduktion in ihrer Wirkung weitgehend auf. Die Erzeugerpreise waren im Dezember überraschend kräftig gestiegen, was eine Zinssenkung der Fed in naher Zukunft nach Einschätzung von Experten weniger wahrscheinlich machen dürfte. Die US-Industrieproduktion stieg im selben Monat stärker als erwartet.

Aus dem "Beige Book" ging hervor, dass die US-Wirtschaft Ende 2006 moderat zugelegt hat. Allerdings hätten zahlreiche Firmen Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden, erklärte die Fed. Der Preisanstieg sei angesichts des scharfen Wettbewerbs moderat gewesen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Milliarden Aktien den Besitzer. 1773 Werte legten zu, 1559 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,31 Milliarden Aktien 1309 im Plus, 1739 im Minus und 124 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 8/32 auf 98-24/32. Sie rentierten mit 4,785 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 13/32 auf 94-07/32 nach und hatten eine Rendite von 4,874 Prozent.

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