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18.01.2007

22:20 Uhr

Marktbericht New York

Wall Street geht mit Verlusten aus dem Handel

Die US-Aktienbörsen haben am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus dem Immobiliensektor sorgten zwar für eine gute Grundstimmung. Der schwache Ausblick des Computerkonzerns Apple zog aber den Index der Technologiebörse Nasdaq kräftig ins Minus. Die Aktien von Ölkonzernen litten unter dem deutlich gesunkenen Ölpreis.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,07 Prozent tiefer bei 12 567 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 611 und 12 547 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,30 Prozent auf 1426 Zähler nach. Der Nasdaq-Composite fiel um 1,46 Prozent auf 2443 Punkte.

US-Daten zu den Verbraucherpreisen sowie zum Arbeits- und Immobilienmarkt verhinderten größere Verluste. Die Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke belastete dagegen die Stimmung. Zudem drückten die jüngsten Quartalszahlen die Kauflaune der Investoren. "Die Zwischenergebnisse helfen dem Markt nicht, und Bernanke hat vor dem Kongress zugegeben, dass das Defizit weh tut", sagte Victor Pugliese von First Albany. "Es gibt nur wenige Gründe, gerade jetzt Aktien zu kaufen." Richard Sichel von Philadelphia Trust sagte, grundsätzlich sei ein niedrigerer Ölpreis gut für die Aktienkurse. Im Moment stünden die Unternehmenszahlen jedoch im Mittelpunkt.

Fed-Chef Bernanke forderte den US-Kongress angesichts der Alterung der Bevölkerung zur Reduzierung des Haushaltsdefizits auf. Sollte dies nicht geschehen, drohe ernsthafter wirtschaftlicher Schaden, sagte er.

Die Aktien des Computerkonzerns Apple gaben trotz eines Rekordergebnisses 6,19 Prozent auf 89,07 Dollar nach. Der Konzern blickte überraschend zurückhaltend in die Zukunft. Zu Jahresbeginn rechnet der iPod-Hersteller mit einer Halbierung seines Gewinns. Die Papiere des Chipzulieferers Lam Research rutschten 14,61 Prozent auf 46,22 Dollar ab, weil sich das Unternehmen für die nächsten Monate ebenfalls pessimistischer zeigt als erwartet.

Angesichts des deutlichen Ölpreis-Rückgangs sanken die Papiere des Ölkonzerns Exxon Mobil um 0,69 Prozent auf 71,96 Dollar. Wegen der kräftig gestiegenen Lagerbestände in den USA notierte leichtes US-Öl 1,76 Dollar tiefer bei 50,48 Dollar.

Auch die Papiere der Investmentbank Merrill Lynch profitierten nicht von den positiven Geschäftszahlen. Sie gaben 1,46 Prozent auf 95,40 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,62 Mrd. Aktien den Besitzer. 1302 Werte legten zu, 2025 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,46 Mrd. Aktien 852 im Plus, 2196 im Minus und 133 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 98-31/32. Sie rentierten mit 4,755 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 14/32 auf 94-20/32 und hatten eine Rendite von 4,846 Prozent.

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