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05.04.2006

08:50 Uhr

Marktbericht

Nikkei-Index markiert neue Höchststände

Die Börse in Tokio hat deutliche Gewinne in der ersten Handelshälfte nicht behaupten können und im Handelsverlauf ins Minus gedreht.

HB SINGAPUR. Der Nikkei-Index markierte das höchste Niveau seit fünfeinhalb Jahren, und der Topix lag so hoch wie seit fast 15 Jahren nicht mehr. Allerdings gaben die meisten Titel ihre Gewinne bis Handelsschluss wieder ab. Der Euro setzte seine Erholung fort und kletterte auf rund 1,2270 Dollar. Bereits am Vortag hatte er die Marke von 1,22 Dollar geknackt. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl sank um 15 Cent auf rund 66 Dollar.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,28 Prozent schwächer bei 17 243 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index lag bis Handelsschluss 0,21 Prozent im Minus bei 1 746 Zählern. Zuvor war der Nikkei bis auf 17 464,54 Punkte geklettert, der Topix bis auf 1 762,22 Zähler.

Händler begründeten die zeitweise kräftigen Käufe mit der Erwartung der Anleger, dass japanische Unternehmen künftig hohe Gewinne liefern würden. „Die Leute denken, Japan ist eine gute Wahl für Sicherheit und Wachstum“, sagte Ken Masuda von Shinko Securities. Zudem sorgte der japanische Elektronikriese NEC für gute Stimmung auf dem Parkett mit der Ankündigung, eine Allianz mit dem Daten-Spezialisten EMC einzugehen. An den Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan und Singapur legten die Kurse ebenfalls überwiegend zu. In Hongkong wurde wegen eines Feiertages nicht gehandelt.

In New York hatte am Vorabend die Wall Street angesichts eines gesunkenen Ölpreises fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,53 Prozent fester bei 11.204 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,63 Prozent auf 1306 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq legte um 0,37 Prozent auf 2345 Zähler zu.

Devisenhändler begründeten die Erholung des Euro mit der Erwartung steigender Zinsen in der Euro-Zone im Mai. Die Gemeinschaftswährung pendelte um ihr Zweimonatshoch von 1,2277 Dollar. Zum Yen sank der Dollar leicht auf 116,90 Yen von zuletzt 117,54 Yen. Händler sagten, die Märkte würden mit Spannung auf die Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag warten, der turnusmäßig über die Zinspolitik berät. Zwar wird nur vereinzelt bereits in dieser Woche ein Zinsschritt der EZB erwartet. Die meisten Analysten rechnen aber mit einer Erhöhung im Mai auf dann 2,75 Prozent. Zuletzt hatte die EZB Anfang März die Leitzinsen der Euro-Zone um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent angehoben.

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