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15.01.2008

08:02 Uhr

Marktbericht Tokio

Nikkei sackt unter 14 000 Punkte

Die Tokioter Börse hat am Dienstag auf dem tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren geschlossen. Wegen des Dollarverfalls verloren vor allem die Exporttitel - die Aktien von Toyota brachen um mehr als vier Prozent ein.

Nikkei unter 14 000 Punkten. Foto: dpa

Nikkei unter 14 000 Punkten. Foto: dpa

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss nach anfänglichen Gewinnen ein Prozent tiefer auf 13 972 Punkten. Er sank damit erstmals seit November 2005 unter die Marke von 14 000 Zählern. Der breiter gefasste Topix gab um zwei Prozent auf 1 350 Stellen nach. Händler führten die Entwicklung vor allem auf die Verteuerung des Yen zum Dollar zurück.

Auch die Börsen in Singapur, Südkorea und Hongkong verbuchten Kursabschläge. An den Aktienmärkten in Taiwan ging es dagegen mit rund drei Prozent deutlich bergauf. Händler begründeten die Kursgewinne mit Hoffnungen, dass sich die Beziehungen Taiwans zu China nach den Parlamentswahlen am vergangenen Wochenende verbessern.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen wegen des Dollar-Rückgangs insbesondere Aktien von Auto- und Maschinenbauern. Die Anteilsscheine von Toyota brachen um 4,4 Prozent ein. Die Papiere des Maschinenbauers Daikin fielen um knapp sechs Prozent. Bei einem Anstieg des Yen verteuern sich unter anderen die Ausfuhren von Auto- und Maschinenbauern, was wiederum den Gewinn der Konzerne schmälert. "Es gibt nicht viele Käufer da draußen, obgleich die Fundamentaldaten Käufe nahe legen sollten", sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities.

Gegen den Markttrend stemmten sich Aktien von Einzelhändlern, die als nicht so anfällig für einen Konjunkturabschwung gelten. Die Dividendenpapiere von Fast Retailing sprangen beispielsweise um 8,8 Prozent, nachdem das Unternehmen gute Quartalszahlen vorgelegt hatte.

Der Euro notierte in Fernost zum Dollar vor der Quartalsbilanz der größten US-Bank Citigroup kaum verändert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,4865 Dollar nach 1,4866 Dollar im späten New Yorker Handel. Den Dollar belasteten Händlern zufolge Befürchtungen, dass die Citigroup im Laufe des Tages enttäuschende Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorlegen wird. Sollten weitere Institute wegen der Kreditkrise Schaden nehmen, wachse die Wahrscheinlichkeit erneuter Zinssenkungen in den USA. Der Dollar verbilligte sich zur japanischen Währung um 0,4 Prozent auf 107,75 Yen.

Beflügelt von Zahlen des US-Computerherstellers IBM hatten die US-Börsen am Montag deutlich im Plus geschlossen. Der Dow-Jones -Index schloss 1,36 Prozent höher bei 12.778 Punkten. Der S&P-500 gewann 1,09 Prozent auf 1416 Zähler, die Nasdaq 1,57 Prozent auf 2478 Punkte.

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