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09.01.2009

18:04 Uhr

Marktschlussbericht: Börse Frankfurt

Dax schließt unter 4 800 Punkten

Belastet von Kursverlusten an der Wall Street hat der Dax am Freitag im Minus geschlossen. Zudem wich die anfängliche Erleichterung über die US-Arbeitsmarktdaten im Handelsverlauf der Ernüchterung.

Händler an der Frankfurter Börse. Dem Dax stehen schwierige Wochen bevor. Foto: dpa Quelle: dpa

Händler an der Frankfurter Börse. Dem Dax stehen schwierige Wochen bevor. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex beendete den Xetra-Handel am Freitag zwei Prozent tiefer bei 4 783 Punkten, nachdem er zuvor als Reaktion auf die US-Zahlen noch bis zu 1,1 Prozent zugelegt hatte. Der Euro Stoxx 50 der größten Börsengesellschaften aus der Euro-Zone gab ein Prozent auf 2 492 Zähler nach.

Zum Ende der ersten vollen Handelswoche 2009 liegt der Dax unter seinem Vorjahresschluss. Dies gilt als schlechtes Omen, denn statistisch gesehen gibt die Entwicklung der ersten Handelstage die Richtung für das Gesamtjahr vor. Seit 1993 lag dieser Indikator nur zwei Mal daneben.

Mit 524 000 weniger Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft fiel das Minus auf dem US-Arbeitsmarkt im Dezember zwar geringer aus als vom Markt befürchtet. Allerdings waren im Vormonat deutlich mehr Arbeitsplätze abgebaut worden als zunächst gemeldet. "Auf den zweiten Blick sind die Daten doch nicht so gut, wie es zunächst den Anschein hatte", sagte ein Börsianer. "Als es dann auch noch an der Wall Street abwärtsging, hat der eine oder andere Anleger die Reißleine gezogen." Aus Furcht, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, hätten Investoren ihre Engagements vor dem Wochenende zurückgefahren.

Bei den Unternehmen konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Anleger erneut auf die vor der Teilverstaatlichung stehende Commerzbank, deren Aktien um weitere elf Prozent auf 4,67 Euro fielen. Das Institut bekommt vom Rettungsfonds SoFFin nochmals zehn Milliarden Euro frisches Kapital. So will die Firma die anstehende Übernahme der Allianz-Tochter Dresdner Bank retten. "Der hohe Kapitalbedarf ist eine negative Überraschung und deutet auf einen hohen Abschreibungsbedarf auf die Risikopositionen von Commerzbank und insbesondere der Dresdner Bank hin", betonte LBBW-Analyst Olaf Kayser. Die Kapitalspritze werde zudem die künftigen Ergebnisse der Commerzbank stark verwässern.

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