Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2009

17:54 Uhr

Marktschlussbericht: Börse Frankfurt

Dax verliert fast zwei Prozent

Nach den Gewinnen der vergangenen Handelstage hat der Dax zur Wochenmitte eine Verschnaufpause eingelegt. Schlechte Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt drückten auf die Stimmung. Am Nachmittag belastete zusätzlich die schwache Wall Street, wo sich bereits eine turbulente Quartals-Berichtssaison andeutet.

Blick auf die Kurstafel an der Frankfurter Börse. Setzt sich der Dax über 5000 Punkten fest? Foto: dpa dpa

Blick auf die Kurstafel an der Frankfurter Börse. Setzt sich der Dax über 5000 Punkten fest? Foto: dpa

HB FRANKFURT. Nach negativ aufgenommenen US-Arbeitsmarktdaten hat der Dax am Mittwoch seine Tagesverluste ausgeweitet und den Handel nahe seinem Tagestief um 1,77 Prozent tiefer bei 4 937 Zählern beendet. Der MDax sank um 1,38 Prozent auf 5 780 Zähler, und der TecDax fiel um 3,06 Prozent auf 519 Punkte. In New York büßte der Dow-Jones-Index bis zum späten Vormittag 2,07 Prozent auf 8 828 Zähler ein.

In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im Dezember laut Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) weiter stark gesunken. Marktstratege Frank Geilfuß vom Berliner Bankhaus Löbbecke wollte dies jedoch nicht überbewerten, da am Markt bereits mit negativen Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt gerechnet werde. Die wichtigeren US-Arbeitsmarktdaten, die vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht werden, stehen an diesem Freitag an. Zudem zeichne sich nach den teilweise deutlichen Aufschlägen in den letzten Tagen nun weltweit die Tendenz ab, Gewinne mitzunehmen, sagte Marktanalyst Roland Ziegler von BHF Capital Management.

Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank verwies außerdem auf enttäuschende Nachrichten des Chipherstellers Intel. Dieser rechnet nun für das vierte Quartal mit einem kräftigen Umsatzeinbruch und einer Bruttomarge am unteren Rand der ursprünglichen Erwartungen. „Nun wird klar, dass sich die Anleger vor der in Kürze startenden US-Berichtssaison anschnallen sollten“, sagte der Experte.

Die Aktien der Commerzbank verloren am Indexende 6,02 Prozent auf 6,10 Euro und litten damit unter negativen Analystenkommentaren. Sowohl die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als auch der schwierige Trend im Investmentbanking, insbesondere mit Blick auf die Dresdner Bank, führten zu Druck auf den Gewinn und die Kapitalausstattung, schrieb etwa Analystin Francesca Tondi von JPMorgan in einer aktuellen Studie.

Schwach entwickelten sich auch die Titel von Eon . Sie fielen um 3,2 Prozent. Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich weiter zu: Russland stellt die Gaslieferung über die Ukraine nach Westeuropa komplett ein. Analyst Sebastian Kauffmann von Cheuvreux rechnet angesichts der umfangreichen Vorräte allerdings mit einem nur geringen Einfluss der Streitigkeiten auf die deutschen Versorger. Insbesondere Gewinnmitnahmen würden die Titel des Versorgers belasten, hieß es.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×