Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2009

22:10 Uhr

Marktschlussbericht: Börse New York

US-Börsen: Düsterer Wochenausklang

Die auf den höchsten Stand seit fast 16 Jahren gekletterte Arbeitslosigkeit hat die Wall Street am Freitag ins Minus gedrückt. Die Zahlen bestärkten bei vielen Anlegern Befürchtungen, dass der Arbeitsmarkt die konjunkturelle Lage in den USA noch verschlimmern wird. Zudem könnten viele Unternehmen in der anstehenden Quartalsberichtssaison ihre Gewinnausblicke senken. Einen kräftigen Kurssprung legten dagegen erneut die Aktien von Palm hin.

Schwaches Bild: Die Wall Street beendet die Börsenwoche mit den größten prozentualen Verlusten seit fast zwei Monaten. Foto: AP Quelle: ap

Schwaches Bild: Die Wall Street beendet die Börsenwoche mit den größten prozentualen Verlusten seit fast zwei Monaten. Foto: AP

HB NEW YORK. Belastet von schlechten Arbeitsmarktdaten hat der New Yorker Aktienmarkt am Freitag schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 8 599 Punkten. Damit beendete der Leitindex die erste volle Handelswoche des Jahres mit einem satten Minus von 4,82 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 2,1 Prozent schwächer bei 890 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,8 Prozent und ging mit 1 571 Punkten aus dem Handel.

Für den Wochenverlauf ergibt damit außerdem ein Minus von von 4,5 Prozent beim S&P und von 3,7 Prozent beim Nasdaq-Index. Das sind die größten prozentualen Verluste seit sieben Wochen.

Die US-Arbeitslosenquote stieg im Dezember auf 7,2 Prozent nach 6,8 Prozent im Vormonat. Das ist der höchste Wert seit 1993. Gleichzeitig bauten die US-Unternehmen zum Jahresende allerdings weniger Stellen ab als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft fielen im Dezember 524.000 Stellen weg. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 550.000 gerechnet. Dennoch kletterte im gesamten Jahr 2008 die Zahl der Arbeitslosen um 2,6 Millionen - das ist der größte Anstieg seit den Ende des Zweiten Weltkrieges. Viele Marktteilnehmer sorgten sich, dass infolge der hohen Arbeitslosigkeit die Kauflaune der US-Bürger weiter sinken werde, falls die kommende Regierung keine Gegenmaßnahmen ergreife. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA aus.

Viele Anleger- und Analystenblicke waren auf den Kurs des zweitgrößten US-Ölkonzerns Chevron gerichtet. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, es rechne wegen der niedrigen Öl- und Gaspreise mit einem Gewinneinbruch im vierten Quartal. Chevron-Titel verbilligten sich um 1,9 Prozent.

Auf den Verkaufslisten standen auch die Anteilsscheine des Einzelhändlers Best Buy. Im Zuge der Branchenkrise gab das Unternehmen einen deutlichen Umsatzrückgang bekannt. Die Best Buy-Aktien schlossen 5,3 Prozent schwächer. Nach einem Verlust von rund 307 Millionen Dollar im vierten Quartal rutschten auch die Titel der Baufirma KB Home um 2,8 Prozent ab.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×