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13.01.2009

07:51 Uhr

Marktschlussbericht Börse Tokio

Sony und Toshiba ziehen Nikkei nach unten

Die Tokioter Börse hat am Dienstag sehr schwach und auf dem niedrigsten Stand seit einem Monat geschlossen.

Börse Tokio: Nach dem verlängerten Wochenende geht der Nikkei erstmal auf Talfahrt. Foto: AP Quelle: ap

Börse Tokio: Nach dem verlängerten Wochenende geht der Nikkei erstmal auf Talfahrt. Foto: AP

HB TOKIO. Hiobsbotschaften der Elektronikhersteller Sony und Toshiba haben am Dienstag die Kurse in Japan unter Druck gesetzt. Den beiden großen Exportherstellern drohen Meldungen zufolge Verluste. Dies verstärkte bei Händlern die Befürchtung, dass angesichts der weltweiten Konjunkturabkühlung eine Serie schlechter Nachrichten während der Quartalssaison droht. Darüber hinaus drückten der starke Yen und die schlechten Vorgaben der Wall Street auf die Stimmung. Andere Börsen in Asien notierten dagegen fester.

Nach der Handelspause am Montag fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 4,8 Prozent auf 8 413 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 4,8 Prozent auf 814 Punkte. Die Börse in Shanghai lag ebenfalls im Minus, während die Börsen in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur fester notierten. Am Vorabend verlor der Leitindex Dow Jones in New York aus Unbehagen vor der anstehenden US-Bilanzsaison 1,5 Prozent.

Die Belastungen der Finanzkrise für die reale Wirtschaft weltweit sei größer als die Hoffnung auf Impulse durch die kommende US-Regierung, sagte Händler Masayoshi Okamoto in Tokio. Meldungen über schlechte Unternehmenszahlen überraschten ihn nicht. "Verschlechterte Ausblicke sind kein rein japanisches Phänomen. Das gleiche passiert in den USA und drückt den Dollar weiter gegenüber dem Yen." Im Vorfeld der erwarteten Leitzinssenkung der EZB geriet am Dienstag auch der Euro unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3267 Dollar bewertet nach 1,3362 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 89,31 Yen gehandelt. Der Euro sei die treibende Kraft des Marktes im Moment, sagte ein Händler. Alles schaue kurzfristig auf die immer schlechter werdenden Konjunkturaussichten in der Euro-Zone.

Bei den Unternehmen stürzte die Sony-Aktie um 8,9 Prozent ab. Medien hatten berichtet, dass der Elektronik- und Medienkonzern im laufenden Geschäftsjahr einen operativen Verlust von 100 Milliarden Yen einfahren werde. Analysten erklärte, Sony müsse angesichts der schwierigen Lage über Stellenstreichungen und den Verkauf von Unternehmensteilen nachdenken.

Auch die Aktien von Canon gaben 7,2 Prozent nach. Der Chef des weltweit größten Herstellers von Digitalkameras, Fujio Mitari, hatte Reuters am Sonntag gesagt, das Jahresend-Geschäft sei enttäuschend verlaufen. Zudem hatte er wegen des Nachfragerückgangs infolge der Rezession für sein Unternehmen ein schwieriges Jahr vorhergesagt. Die Papiere von Toshiba fielen um 8,6 Prozent. Die Zeitung "Nikkei" hatte berichtet, dass dem Konzern in dem im März endenden Geschäftsjahr ein Verlust von 200 Milliarden Yen droht.

Auch andere stark Export abhängigen Firmen verloren. Die Papiere des weltgrößten Autobauers Toyota büßten 6,4 Prozent ein, Rivale Honda verlor 6,9 Prozent, Elektronikkonzern Panasonic verbilligte sich um 7,8 Prozent.

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