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10.01.2007

18:20 Uhr

Marktschlussbericht Frankfurt

Anleger machen im Dax Kasse

Die meisten deutschen Aktien haben sich am Mittwoch etwas schwächer entwickelt. Der Dax rutschte bis zum Handelsschluss um 0,72 Prozent auf 6 566,56 Zähler ins Minus.

HB FRANKFURT/M. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 1,07 Prozent auf 9 337,76 Punkte nach unten. Der TecDax sank um 1,12 Prozent auf 759,04 Zähler. Marktteilnehmer verwiesen auf Kursverluste in den USA. Der deutsche Markt sei zudem von Gewinnmitnahmen geprägt gewesen, hieß es.

Marktstratege Stefan Söllner von der Postbank sprach von einem relativ ruhigen Marktgeschehen mit geringen Handelsvolumen - daher sorgten Einzelmeldungen teils für größere Kursausschläge. „Nach dem Start der Berichtssaison in den USA warteten viele Börsianer erst einmal ab, in welche Richtung es allgemein bei den Bilanzen geht“, fügt er hinzu. Zudem herrsche vor der Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag Zurückhaltung.

Aktien der Commerzbank rückten bis zum Abend an die Spitze im Dax und gewannen 2,08 Prozent auf 30,86 Euro. Händler wiesen auf einen Bericht im „Aktionärsbrief“ hin, in dem über ein Interesse der BNP Paribas an der Commerzbank spekuliert wird. Bereits zuvor hatten die Titel in Reaktion auf eine positive Studie der UBS Kursgewinne verzeichnet.

Henkel-Papiere rückten 1,66 Prozent auf 115,50 Euro vor. Eine positive Studie der Société Générale treibe die Titel an, hieß es von Börsianern. Das Papier des Konsumgüterkonzerns habe sich 2005 und 2006 gut entwickelt und biete noch Potenzial nach oben. Henkel dürfte im europäischen Sektor das zweitstärkste Gewinnwachstum nach Beiersdorf erzielen, so die Experten.

Aktien von Eon legten nach Nachrichten aus Spanien zum Angebot von Gas Natural für Endesa kurzzeitig um 1,5 Prozent zu, schlossen aber schließlich 0,21 Prozent schwächer bei 96,59 Euro. Das oberste Gericht Spaniens hatte die Einstweilige Verfügung gegen das Angebot von Gas Natural für Endesa aufgehoben. Aus diesem Grund war auch die Offerte der Düsseldorfer blockiert gewesen.

Zu den Verlierern im Dax gehörten Aktien der Lufthansa mit minus 1,34 Prozent auf 22,05 Euro. Händler verwiesen insbesondere auf Gewinnmitnahmen - die Titel seien „extrem gut gelaufen“. Die Verkehrszahlen für den Dezember gaben kaum Impulse.

Aktien von AT&S Austria Technologie & Systemtechnik rutschten im TecDax nach einer Gewinnwarnung um 22,60 Prozent auf 17,91 Euro ab. Zuvor hatte bereits Abstufungen durch die Deutsche Bank und die WestLB für Druck bei den Aktien gesorgt.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,93 Prozent auf 4090,88 Punkte. Die Börsen in Paris und in London schlossen ebenfalls im Minus. Der US- Leitindex Dow Jones verzeichnete zum Handelsschluss in Europa leichte Kursverluste.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,01 (Vortag: 3,99) Prozent. Der Rentenindex REX fiel um 0,07 Prozent auf 116,50 Punkte. Der Bund Future verlor 0,07 Prozent auf 115,56 Zähler. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2988 (1,3018) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7699 (0,7682) Euro.

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