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21.01.2011

06:00 Uhr

Marktschlussbericht

Gute Stimmung in der Wirtschaft treibt den Dax

Der Boom der deutschen Wirtschaft geht weiter, der Geschäftsklimaindex steigt auf ein Rekordniveau. Der Dax nimmt wieder Kurs Richtung 7.100-Punkte-Marke. Zykliker haben allerdings schlechte Karten. Autoaktien geraten unter die Räder.

Die Bullen sind am Freitag an den Markt zurückgekehrt, die Kurse stiegen wieder. dpa

Die Bullen sind am Freitag an den Markt zurückgekehrt, die Kurse stiegen wieder.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die Aussicht auf ein weiteres Boomjahr in der deutschen Wirtschaft und gestiegene Gewinne beim US-Konzern General Electric (GE) haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang gestützt. Nach zwei Verlusttagen kletterte der Dax am Freitag um 0,5 Prozent auf 7.062 Punkte. Auf Wochensicht gab der Dax damit aber dennoch rund 0,2 Prozent nach.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, war im Januar erneut auf ein Rekordniveau geklettert. Analysten hatten nur mit einem unveränderten Wert gerechnet. „Die hohe Produktivität sowie hervorragende Handelsbeziehungen werden Deutschland erneut an die Spitze der Eurozone bringen“, sagte Volkswirt Jörg Zeuner von der VP Bank. Die Dekabank bezeichnete die Daten als „Spiegelbild der traumhaften Verfassung Deutschlands.“

Am Tag des kleinen Verfalls am Terminmarkt schichteten Anleger vor allem die Sektorenanteile in ihren Portfolios um. Dabei griffen sie unter anderem bei Finanzwerten zu, die 2010 zu den Verlierern gehört hatten. Der europäische Bankenindex konnte 1,1 Prozent zulegen. Spanischen Banktiteln wie Santander und BBVA half die geplante Radikalkur der Regierung für den angeschlagenen Sparkassensektor auf die Beine. Die Papiere stiegen jeweils um mehr als drei Prozent.

Aus den Portfolios flogen hingegen einige Autowerte: Vor allem Volkswagen, einer der größten Dax-Gewinner des vergangenen Jahres, setzten ihre Talfahrt fort. Die Titel verloren 1,7 Prozent. Seit Jahresbeginn mussten sie bereits Abschläge von rund sieben Prozent hinnehmen. „Das ist ein klassischer Favoritenwechsel“, sagte ein Börsianer. Zu neuen Lieblingen der Investoren kristallisierten sich derzeit vor allem die Versorgertitel RWE und Eon heraus.

Die Titel verbuchten nach ihren herben Verlusten im letzten Jahr seit Januar bereits Zugewinne von rund zwölf beziehungsweise acht Prozent.

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