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02.03.2006

08:22 Uhr

Marktschlussbericht Tokio

Auto- und Techwerte stützen Nikkei

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Donnerstag nach guten Vorgaben der Wall Street und einem freundlichen Handelsstart im Verlauf ins Minus gedreht und etwas leichter geschlossen. Verlustbegrenzend wirkten Exportwerte, die vom gestiegenen Dollar profitierten. Der Euro legte zum Dollar zu.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab 0,34 Prozent auf 15 909 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,21 Prozent auf 1632 Zähler. Die Indizes in Singapur, Hongkong und Taiwan verzeichneten Zuwächse, in Südkorea lag der Markt im Minus.

Händlern zufolge hielten sich Investoren in Tokio vor für Freitag erwarteten Konjunkturdaten zurück. "Die Anleger warten auf die Preisdaten. Bis dahin wäre es schwierig für sie, Aktivposten aufzubauen", sagte Shinji Igarashi von Chuo Securities. Händler erhoffen sich von den Daten Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Bank von Japan.

Belastend hätten sich insbesondere die fehlenden Käufe institutioneller Adressen bemerkbar gemacht, was sich auch am rückläufigen Volumen widergespiegelt habe. Zudem sehe der Markt derzeit gedeckelt aus und diverse Ausblick-Revisionen im Stahlsektor hätten keine positiven Impulse liefern können, sagten Beobachter. Im Stahlsektor verloren JFE Holdings 3,7 Prozent auf 4 180 Yen, nachdem das Unternehmen seinen Gewinnausblick gesenkt hatte. Zu den Verlierern zählte daneben vor allem die Aktie von Nippon Steel, die um mehr als vier Prozent nachgab - obwohl der Konzern seine Jahresprognose angehoben hatte. Das Papier des weltweit drittgrößten Stahlherstellers hatte in den vergangenen zwei Wochen mehr als zehn Prozent zugelegt. Kobe Steel und Sumitomo Metal Industries gaben ebenfalls nach, obwohl die drei letztgenannten ihre Prognosen angehoben hatten.

Aktien des Autobauers Toyota gewannen knapp ein Prozent, auch Honda - und Nissan-Titel legten leicht zu. Die Werte profitierten nicht nur vom sich erholenden Dollar. Auch die US-Autoabsatzdaten für den Februar wirkten sich positiv aus - sie wiesen darauf hin, dass die führenden asiatischen Autohersteller ihren US-Konkurrenten Ford und General Motors Marktanteile abgejagt haben.

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