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24.01.2007

14:58 Uhr

MDax-Abschied der HVB könnte noch auf sich warten lassen

Spekulationen um HVB-Nachfolge im MDax

Noch ist es gut vier Monate hin, bis die HVB voraussichtlich von der Börse verschwinden wird. Über deren Nachfolge in den jeweiligen Auswahlindizes gibt es heute bereits Spekulationen.

scc FRANKFURT. Aussichtsreichste Kandidaten für die Nachfolge der HVB-Aktie im MDax sind nach den für das Nachrücken entscheidenden Ranglisten der Deutschen Börse die Fluggesellschaft Air Berlin, der Aroma-Hersteller Symrise sowie der Stahlhändler Klöckner & Co. Interessanter Aspekt dabei ist, dass alle drei Unternehmen erst im vergangenen Jahr an die Börse gegangen sind, Symrise sogar erst im Dezember.

Aller Voraussicht nach wird im Mai Symrise jedoch schon im MDax gelistet sein. Denn die Aktie hat sich seit der Erstnotiz so gut entwickelt, dass Analysten wie Christian Stocker von der HVB bereits bei der nächsten Indexüberprüfung Anfang März mit dem Aufstieg rechnen. Patrizia Immobilien oder die beiden Maschinenbauer IWKA oder Krones müssten dann in den unterhalb des MDax angesiedelten SDax weichen, wobei IWKA im Moment die schlechtesten Karten hat.

Hinterrgund: Für einen MDax-Verbleib muss der Anteil der HVB-Aktien im Free Float fünf Prozent oder mehr betragen - was gegenwärtig der Fall ist. Sollte Unicredit allerdings in den kommenden Wochen HVB-Aktien aus dem Free Float kaufen und damit der Anteil unter diese Schwelle sinken, würde eine außerordentliche Index-Anpassung nach den Regularien der Deutschen Börse greifen. Beste Karten als MDax-Nachrücker hätten dabei zum aktuellen Zeitpunkt Symrise.

Sollte der HVB-Free-Float unter fünf Prozent fallen, müsste der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse einen Vorschlag für einen geeigneten Nachfolge-Kandidaten unterbreiten. Grundlage für die Entscheidung für einen Kandidaten ist wiederum die monatlich veröffentlichte Rangliste der Deutschen Börse.

Es gelten die Kriterien, dass der potenzielle Nachrücker sowohl beim Börsenumsatz als auch bei der Marktkapitalisierung des Free Float mindestens auf Rang 60 rangiert. Auf der Dezember-Liste sind zwar für die Symrise-Aktie noch keine Daten aufgeführt, weil der Duft- und Geschmacksstoffhersteller aus Holzminden erst seit dem 11. Dezember an der Börse gelistet ist. Er hatte somit noch nicht die erforderlichen 20 Handelstage hinter sich, die für einen Ausweis der Ranglistendaten für Dezember 2006 nötig waren. Hier dürfte erst die Rangliste für Januar 2007 für mehr Klarheit sorgen.

Stocker von der HVB vermutet aber, dass Symrise sowohl bei Börsenumsatz als auch bei Free-Float-Kapitalisierung jeweils etwa auf Platz 25 rangiert. Damit läge der Titel weit vor anderen potenziellen MDax-Kandidaten wie Klöckner & Co (Umsatz Rang 29/Kapitalisierung Rang 48), Air Berlin (44/51) und Demag Cranes (58/50).

Hieran könne sich jedoch noch einiges ändern, sollte der Free Float der Hypo-Vereinsbank-Aktie bis zur Hauptversammlung am 16. Mai der HVB-Aktie den Platz im MDax sichern.

Andernfalls reagiert die Börse rasch: Bei einer außerordentlichen Anpassung erfolgt der Austausch in der Regel zwei Handelstage nach Ankündigung der Anpassung.

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