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26.08.2013

11:11 Uhr

Mediaset

Furcht vor Regierungskrise belastet Mailänder Börse

Berlusconi könnte die nächste Krise in Italien verursachen: Mitglieder seiner Mitte-Rechts-Partei drohen, im Falle einer Verurteilung Berlusconis das Regierungs-Bündnis platzen zu lassen. Das drückt den Mailänder Index.

Silvio Berlusconi könnte auch der Grund für die nächste Krise Italiens sein: Mitglieder von Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Partei hatten am Wochenende davor gewarnt, sie würden das Bündnis mit der Demokratischen Partei platzen lassen. Das drückte den Mailänder Index. AFP

Silvio Berlusconi könnte auch der Grund für die nächste Krise Italiens sein: Mitglieder von Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Partei hatten am Wochenende davor gewarnt, sie würden das Bündnis mit der Demokratischen Partei platzen lassen. Das drückte den Mailänder Index.

FrankfurtDie Furcht vor einer Regierungskrise in Italien hat den Mailänder Index am Montag deutlich ins Minus gedrückt. Die Börse fiel zeitweise um 2,5 Prozent und notierte damit deutlich schwächer als die meisten anderen Indizes in Europa. Mitglieder von Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Partei hatten am Wochenende davor gewarnt, sie würden das Bündnis mit der Demokratischen Partei platzen lassen, sollte Berlusconi nach der Verurteilung wegen Steuerhinterziehung vom Parlament ausgeschlossen werden. Die Berlusconi-Partei Volk der Freiheit und die Demokraten bildeten im April eine Rechts-Links-Koalition, um die Patt-Situation nach den Wahlen im Februar zu beenden.

Am Rentenmarkt machte sich die Unsicherheit über das Überleben der Regierung ebenfalls bemerkbar. Die Renditen zehnjähriger italienischer Staatsanleihen zogen mit 4,373 Prozent leicht an (Freitag: 4,335 Prozent).

Auch Mediaset hat mit der drohenden Regierungskrise zu kämpfen. Die Aktien von Silvio Berlusconis Medienkonzern fielen in der Spitze um 7,6 Prozent auf 3,10 Euro und wurden zeitweise vom Handel ausgesetzt. Aus Angst vor einem Koalitionsbruch nähmen Investoren bei Mediaset nun ihre Gewinne mit, erklärte ein Marktbeobachter. Die Aktien haben seit Jahresanfang um rund 115 Prozent zugelegt.

Von

rtr

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