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04.09.2013

14:08 Uhr

Mediaset

Sorgen um Regierung setzen Mailänder Börse zu

Die Regierungskrise in Italien setzt der Mailänder Börse weiter zu. Mitglieder von Berlusconis Partei PDL haben zuletzt mit dem Rücktritt aller Minister und Abgeordneten gedroht. Der Leidtragenden: Silvio Berlusconi.

Die Mailänder Börse blutet und Silvio Berlusconi leidet darunter – zu den größten Verlierern des Tages zählten die Aktion von Berlusconis Medienkonzern Mediaset. Reuters

Die Mailänder Börse blutet und Silvio Berlusconi leidet darunter – zu den größten Verlierern des Tages zählten die Aktion von Berlusconis Medienkonzern Mediaset.

FrankfurtSorgen um die Stabilität der italienischen Regierung haben die Mailänder Börse am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex fiel in der Spitze um 2,1 Prozent - zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Silvio Berlusconis Medienkonzern Mediaset mit einem Abschlag von 3,7 Prozent. Am Rentenmarkt trennten sich Investoren von den zehnjährigen Anleihen Italiens, entsprechend zog die Rendite auf 4,415 Prozent von 4,348 Prozent am Vortag. Die internen politischen Querelen lasteten auf den Märkten, sagte Vincenzo Longo, Stratege bei IG.

Mitglieder von Berlusconis Partei PDL haben zuletzt mit dem Rücktritt aller Minister und Abgeordneten gedroht, sollte Berlusconi nach der jüngsten Verurteilung wegen Steuerhinterziehung im Oktober aus dem Parlament ausgeschlossen werden. Auch Berlusconi selbst schließt Medienberichten zufolge einen Bruch der Regierungskoalition nicht aus. Die PDL und die Mitte-Links Partei (PD) von Ministerpräsident Enrico Letta hatten sich erst im April zusammengerauft, um die - durch die Wahlen im Februar entstandene - Patt-Situation in Europas viertgrößter Volkswirtschaft zu beenden.

Zusätzlich belastet wurde der Markt neben der Unsicherheit über das weitere Vorgehen in Syrien auch durch enttäuschende italienische Konjunkturdaten. Der Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors stieg im August zwar leicht auf 48,8 von 48,7 Punkten, lag damit aber unterhalb der Schätzung von 49,4 Zählern. "Im Vergleich zu den Daten der übrigen Euro-Länder war das eine Enttäuschung", sagte IG-Stratege Longo.

Von

rtr

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