Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2005

18:20 Uhr

Metro und SAP unter Druck

Quartalsbilanzen belasten deutsche Standardwerte

Der Dax fiel um am Mittwoch 1,2 Prozent auf 4 208,82 Punkte und gab damit die Gewinne seit der letzten Adventswoche wieder ab. Händler sagten, die unerwartet schwachen Umsatzzahlen von Deutschlands größtem Einzelhändler Metro hätten die Investoren verstimmt. Darüber hinaus habe die Ernüchterung über den Zwischenbericht von SAP nachgewirkt.

HB FRANKFURT. Der Ausstieg der Großaktionäre beim Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN stand ebenfalls im Fokus der Anleger, wobei der MAN-Kurs nur zeitweise deutlicher unter Druck geriet.

Ein überraschender Anstieg des Fehlbetrags in der US-Handelsbilanz und technische Faktoren brachten am Nachmittag bei anziehenden Umsätzen den Dax ins Straucheln. In kurzer Zeit rutschte er durch die technische Unterstützung bei 4235 Punkten und fiel dann zeitweise auf ein Dreiwochentief von 4193 Punkten. Dabei blieben die Umsätze in etwa auf dem relativ hohen Niveau des Vortages. Insgesamt wurden auf Xetra 131 (Vortag 125) Millionen Dax-Titel gehandelt. Der Umsatz ging leicht auf 3,9 (Vortag vier) Milliarden Euro zurück.

„Die Earningsseason läuft einfach nicht gut“, sagte ein Händler. Zwar war der Quartalsgewinn des weltgrößten Chipherstellers Intel stärker als erwartet gestiegen. Doch überwog Händlern zufolge zumindest in Deutschland die schlechte Aufnahme des Zwischenberichts von SAP vom Vortag. Der Softwarekonzern hatte mit seinem am Vorabend überraschend vorgelegten Zwischenbericht zwar die Prognosen getroffen, aber die zuletzt hohen Erwartungen vieler Investoren nicht erfüllt.

Die SAP-Aktien fielen um zwei Prozent auf 124,85 Euro und waren damit nach Metro und Infineon die größten Verlierer im Dax. Infineon verloren fast drei Prozent auf 7,48 Euro.

Größter Verlierer im Dax waren mit einem Tagesverlust von 4,6 Prozent auf 39,30 Euro die Metro-Aktien. „Die Erwartungshaltung war nach dem insgesamt recht guten Weihnachtsgeschäft sehr hoch“, sagte Händler Stephan Linz von der BW Bank. Metro hatte 2004 seine eigenen Umsatzziele verfehlt. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen und nach den Aufwendungen für die Übernahme der Extra-Märkte bezweifelten Analysten, dass Metro seine Gewinnprognosen halten kann.

Viertgrößter Verlierer im Dax waren mit einem Kursabschlag von gut zwei Prozent auf 29,00 Euro die MAN-Aktien. Händler zeigten sich insgesamt aber recht zuversichtlich über die weitere Kursentwicklung nach dem Ausstieg der Allianz, der Münchener Rück und der Commerzbank. Nach Börsenschluss teilte die Allianz mit, die Anteile seien zu je 29 Euro platziert worden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×