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02.01.2015

09:38 Uhr

Milliardäre auf Erfolgskurs

Superreiche werden immer reicher

Für Superreiche ist es relativ einfach, ihr Vermögen zu vermehren. Auch 2014, im Jahr vieler geopolitischer Unruhen, profitieren sie wieder überdurchschnittlich. Ein Chinese darf sich am meisten freuen.

Ma vor der New Yorker Börse: Der Börsengang seines Unternehmens Alibaba zahlte sich für den Chinesen aus. dpa

Ma vor der New Yorker Börse: Der Börsengang seines Unternehmens Alibaba zahlte sich für den Chinesen aus.

New YorkDie 400 reichsten Personen der Welt haben ihr Vermögen im Jahr 2014 um zusammen 92 Milliarden Dollar vergrößert. Wie der Bloomberg Billionaires Index zeigt, summierte sich ihr Vermögen zum 29. Dezember auf 4,1 Billionen Dollar. Den größten Zuwachs gab es für Jack Ma, den Mitgründer der Alibaba Group, Chinas größtem E- Commerce-Unternehmen. Er verdiente im Jahr 2014, 25,1 Milliarden US-Dollar.

Auch der legendäre Investor Warren Buffett, sowie Mark Zuckerberg von Facebook durften sich über einen enormen Zuwachs freuen. Die weltweiten Aktienmärkte sind 2014 gestiegen - der MSCI World Index legte 4,3 Prozent zu. In den USA gewann der S&P 500 Index 13 Prozent. Das europäische Börsenbarometer, der Stoxx Europe 600, kam auf ein Plus von 4,9 Prozent.

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Ma, 50, ein ehemaliger Englischlehrer, begann 1999 aus seinem Appartement heraus mit Alibaba, Internethandel zu betreiben. Seit dem Börsengang im September ist der Kurs um 56 Prozent geklettert und Mas Vermögen beläuft sich nun mehr auf 28,7 Milliarden Dollar. Buffett, 84, der Vorsitzende von Berkshire Hathaway, vergrößerte sein Nettovermögen um 13,7 Milliarden Dollar und profitierte von einem Kursanstieg von 28 Prozent bei seiner Investmentholding. Am fünften Dezember hat Buffett den Mexikaner Carlos Slim überholt und wurde zur zweitreichsten Person weltweit.

Auf Platz eins liegt immer noch Bill Gates, 59, der Mitgründer von Microsoft mit einem Vermögen von 87,6 Milliarden Dollar, das 2014 um 9,1 Milliarden Dollar gestiegen ist.
Zuckerberg wurde um 10,6 Milliarden Dollar reicher, als der Aktienkurs von Facebook, dem größten sozialen Netzwerk, am 22. Dezember auf einen Rekordwert stieg.

So legen Vermögende ihr Geld an

Ab wann ist man „vermögend“?

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gehört man bereits mit einem Nettovermögen von rund 261.000 Euro zum reichsten Zehntel der erwachsenen Bevölkerung. Das bedeutet, dass 6,7 Millionen Menschen in Deutschland vermögend sind. Durchschnittlich kommen sie auf ein Nettovermögen von 639.000 Euro je Erwachsener.

Wie viel Vermögen hat der deutsche Durchschnittsbürger?

Das durchschnittliche Nettovermögen beträgt 115.000 Euro.

Wie viele Millionäre gibt es in Deutschland?

Über ein Nettovermögen von mindestens 1 Million Euro verfügt nur ein Prozent der Erwachsenen, das sind rund 670.000 Menschen.

Wie wird man reich?

Ein Blick auf die Altersstruktur der Vermögenden zeigt: Reichsein ist häufig das Ergebnis eines Lebenswerkes. Fast drei Viertel des reichsten Bevölkerungszehntels sind mindestens 50 Jahre alt, rund 40 Prozent sogar bereits in Rente. Und: Neben dem Alter ist vor allem der berufliche Status wichtig. Im vermögensstärksten Zehntel sind gut 21 Prozent Selbstständige – dreimal so viel wie in der gesamten Bevölkerung.

Wie legen Vermögende ihr Geld an?

Durchschnittlich hat ein Vermögender in Deutschland 41.000 Euro auf dem Sparkonto, 16.000 Euro Fondsanteile sowie 11.500 Euro in Anleihen und 12.000 Euro in Aktien. Außerdem sind 199.000 Euro im Eigenheim angelegt und 202.000 Euro in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien.

Wie legt der Durchschnittsdeutsche sein Geld an?

Der durchschnittliche Erwachsene hat 12.000 Euro auf dem Sparkonto, 3.000 Euro Fondsanteile, 1.500 Euro Anleihen und 2.000 Euro Aktien sowie 54.000 Euro im Eigenheim und 27.000 in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien angelegt.

Elon Musk, der Vorsitzende von Tesla Motors, vergrößerte sein Vermögen um 2,9 Milliarden Dollar, was er größtenteils einem Kursanstieg von 50 Prozent bei dem Hersteller von Elektroautos verdankte.
Für die russischen Milliardäre lief es 2014 nicht so gut. Der Rubel-Verfall nach den Sanktionen Europas und der USA gegen Russland infolge der Krim-Annexion traf ihre Vermögen ebenso wie der Rutsch der Ölpreise und der Aktienkurse in Russland.

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