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04.03.2013

08:21 Uhr

Milliardengewinn

Allianz setzt auf italienische Staatsanleihen

Auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise kaufte die Allianz italienische Staatsanleihen – und hat damit einen Gewinn von 4,5 Milliarden Euro gemacht. Allerdings muss dieser erst noch realisiert werden.

Die Allianz profitiert von der Erholung an den europäischen Finanzmärkten. dpa

Die Allianz profitiert von der Erholung an den europäischen Finanzmärkten.

Die Allianz, Nummer eins unter den Versicherungskonzernen in Europa, hat einen unrealisierten Gewinn von rund 4,5 Milliarden Euro mit italienischen Staatsanleihen verbucht – nachdem sie auf dem Höhepunkt der europäischen Staatsschuldenkrise die Papiere zugekauft hatte. Das geht aus Pflichtmitteilungen des Unternehmens hervor.

Nachdem der Konzern italienische Staatsanleihen im Volumen von 3,8 Milliarden Euro im ersten Quartal erworben hatte, reduzierte er das Engagement in der zweiten Jahreshälfte um 3,3 Milliarden Euro – womit sich zum 31. Dezember 2012 ein Gesamtbestand von 31,1 Milliarden Euro ergab, wie es in einer Präsentation für Analysten hieß.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Europäische Versicherer wie beispielsweise Allianz, Axa oder auch Prudential konnten von der einsetzenden Erholung an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr profitieren. Das half ihnen, das Investment-Ergebnis zu steigern und die Auswirkungen des niedrigeren Zinsniveaus abzufedern.

Kommentare (3)

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Bundesbuerge

04.03.2013, 08:47 Uhr

Ist ja auch ohne Risiko, im "Verlustfall" kauft der deutsche Steuerzahler die Anleihen indirekt auf...

Moika

04.03.2013, 09:05 Uhr

Eben. Das Ganze ist doch pervers: Die kaufen die Anleihen doch nicht weil sie gut und sicher sind, sondern ausschließlich, weil sie von der EZB und - damit letztendlich den von Steuerzahlern, garantiert sind.

Ich meine, die EZB könnte die Papiere doch gleich übernehmen und überweist den Käufern nur noch die Zinsen. Das würde alles ziemlich vereinfachen.

Finanzgeschäfte für Doofe.

Account gelöscht!

04.03.2013, 11:58 Uhr

@Santos und @Moika,
Und für Eure Lebensversicherung wollt Ihr aber eine halbwegs anständige Rendite haben.
Bekommt Ihr Eure Versicherungspolice vom lieben Gott? Bitte gebt mir seine Adresse, dann reihe ich mich ein in ewigen Meckerer die alles besser wissen.

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