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10.07.2015

04:34 Uhr

Milliardenkäufe

Versicherungen stützen Chinas Aktienmarkt

Der Kursverfall in China ist am Donnerstag zu einem Ende gekommen - auch der Freitag beginnt stabil. Daran hatten offenbar Versicherungskonzerne einen besonderen Anteil, wie die Zahlen chinesischer Medien zeigen.

Ein Arbeiter repariert eine chinesische Börsenanzeigetafel. Am Donnerstag wurde der Kursverfall gestoppt. dpa

Aktienkurse in China

Ein Arbeiter repariert eine chinesische Börsenanzeigetafel. Am Donnerstag wurde der Kursverfall gestoppt.

ShanghaiChinesische Versicherungskonzerne pumpen nach offiziellen Angaben Milliardenbeträge in den Aktienmarkt, um den Kursverfall zu bremsen. Seit Beginn des Börsensturzes hätten sie Aktien im Wert von 112,3 Milliarden Yuan (knapp 17 Milliarden Euro) gekauft, erklärte die chinesische Versicherungsaufsicht am Donnerstagabend nach einem Bericht der Zeitung "Shanghai Securities News".

Die Behörde hatte es am Mittwoch Versicherungen erlaubt, mehr Geld in Standardwerte zu investieren. Der Kursverfall konnte am Donnerstag gestoppt werden. Großaktionären wurde verboten, in den kommenden sechs Monaten ihre Anteile zu verkaufen.

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Die chinesische Regierung verrät ihr Versprechen von mehr Markt und weniger Staat. Alarmiert von fallenden Kursen greift Peking mit allen Mitteln an den Börsen ein. Großaktionären wurde verboten, Papiere zu verkaufen.

Das radikale Eingreifen der chinesischen Behörden am Aktienmarkt zeigt weiter Wirkung. Nach starken Gewinnen am Vortrag öffneten die Märkte auch am Freitag stabil. Die Börse in Shanghai ging nahezu unverändert in den Handel, während der Component Index in Shenzhen knapp zwei Prozent zulegte. Auch der ChiNext Index, in dem wichtige Technologiewerte zusammengefasst sind, startete zwei Prozent im Plus.

Nachdem die Kurse an Chinas Börsen über drei Wochen um mehr als ein Drittel abgestürzt waren, verzeichnete die Leitbörse in Shanghai am Donnerstag mit einem Plus von sechs Prozent den steilsten Tagesanstieg seit sechs Jahren. Laut Analysten sei die Erholung vor allem auf massive Stützungsmaßnahmen der Aufsichtsbehörden und der Zentralbank zurückzuführen.

Die aktuelle Erholung an den Märkten schließt allerdings nur einen Teil der Aktien ein. 1422 Unternehmen, also 49 Prozent der an Chinas Börsen gelisteten Werte, wurden in den vergangenen Tagen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Handel ausgesetzt. Dadurch ist der Handel an den Börsen verzerrt.

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