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06.05.2013

13:33 Uhr

Milliardenschwere Börsengänge in Hongkong

„Das ist ein Blutbad“

In Hongkong startet heute einer der wohl größten Börsengänge des Jahres. Die Neuemission wir gleich von 21 Banken begleitet. Zu viel, findet ein Experte von Ernst & Young – zu viele Banken reißen sich um zu wenige Kunden.

Börsenexperten erwarten einen Kampf der Banken um die Kundschaft. ap

Börsenexperten erwarten einen Kampf der Banken um die Kundschaft.

HongkongEiner der voraussichtlich größten Hongkonger Börsengänge des Jahres ist angelaufen. Am Montag gab das staatliche chinesische Handelshaus China Galaxy Securities bekannt, dass seine Neuemission von 21 Banken begleitet wird. Für Hongkong ist das ein Rekord. „Das ist ein Blutbad“, beschrieb Keith Pogson von Ernst & Young die Lage aus Sicht der Banken. „Es gibt ein Überangebot an Banken und zu wenige Kunden.“ Angeboten werden Kreisen zufolge rund 1,5 Milliarden Aktien des Brokers. Bis zu 1,37 Milliarden Dollar könnten demnach zusammenkommen. Gleichzeitig sucht der Ölkonzern Sinopec Investoren für seine Tochter Sinopec Engineering. Der IPO soll ein Volumen von bis zu 2,24 Milliarden Dollar erreichen.

Verlaufen die Börsengänge erfolgreich, könnte der zuletzt flaue Markt für Neuemissionen in Hongkong wieder an Fahrt gewinnen. Bislang wurden dort in diesem Jahr bei Börsengängen insgesamt 1,05 Milliarden Dollar eingenommen - 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Selbst im Irak und in Mexiko lief das Geschäft besser. Vergangenes Jahr betrug das Volumen in Hongkong - das mehrere Jahre die Hochburg für Neuemissionen war - insgesamt gerade einmal 7,72 Milliarden Dollar.

Von

rtr

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