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21.01.2014

12:08 Uhr

Milliardenschwere Geldspritze

Chinas Notenbank verhindert Kreditklemme

Mit einer milliardenschweren Geldspritze hat die chinesische Notenbank Engpässe am Geldmarkt verhindert. Anleger hatten eine Kreditklemme in der Zeit vor Neujahrsfest befürchtet. Die Aktienbörse in Shanghai legte zu.

Die Zentralbank kündigte an, für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen. Liquidität stellte sie auch kleineren Finanzinstituten bereit. dpa

Die Zentralbank kündigte an, für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen. Liquidität stellte sie auch kleineren Finanzinstituten bereit.

Shanghai/FrankfurtKurz vor dem chinesischen Neujahrsfest hat die Notenbank die Gefahr von Engpässen am Geldmarkt gebannt. Nach einer milliardenschweren Liquiditätsspritze sanken die kurzfristigen Zinsen am Dienstag deutlich und trugen so zu einer Beruhigung der Märkte bei, da Investoren die Furcht vor einer Kreditklemme genommen wurde. Die Aktienbörse in Shanghai legte zu. Auch deutsche Aktienanleger reagierten mit Beruhigung auf die Injektion, mit der die Zentralbank kurz nach der Veröffentlichung relativ schwacher Wachstumszahlen umgerechnet 31 Milliarden Euro in das Finanzsystem gepumpt hatte.

Die Zentralbank kündigte an, für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen. Liquidität stellte sie auch kleineren Finanzinstituten bereit, die häufig darüber klagen, von den großen Geldhäusern aus dem Kreditgeschäft zwischen den Banken verdrängt zu werden. „Das ist eine große Spritze“, sagte ein Händler in Shanghai. „So kommen wir in Ruhe durch das Neujahresfest.“ Viele Banken decken sich vor dem Ende Januar anstehenden Fest mit Liquidität ein, da viele Chinesen vor den Feiertagen verstärkt Bargeld abheben. Zudem benötigen Kunden und Firmen Geld für Geschenke und Bonuszahlungen. Die Nachfrage wird auch in die Höhe getrieben, weil sich Versicherer, Leasingfirmen und andere Kreditgeber außerhalb des klassischen Spektrums auf dem Geldmarkt tummeln. Zuletzt waren die Zinsen in dem Bereich auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen.

Weltweite Währungsreserven

2004

Gesamt: 2,655 Billionen

US Dollar: 1,739 Billionen (65,45 %)
Britisches Pfund: 0,093 Billionen (3,50 %)
Yen: 0,114 Billionen (4,29 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,15 %)
Euro: 0,655 Billionen (24,67 %)

2005

Gesamt: 2,844 Billionen

US Dollar: 1,891 Billionen (66,49 %)
Britisches Pfund: 0,107 Billionen (3,76 %)
Yen: 0,113 Billionen (3,97 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,14 %)
Euro: 0,679 Billionen (23,87 %)

2006

Gesamt: 3,315 Billionen

US Dollar: 2,158 Billionen (65,10 %)
Britisches Pfund: 0,15 Billionen (4,52 %)
Yen: 0,115 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,18 %)
Euro: 0,827 Billionen (24,95 %)

2007

Gesamt: 4,119 Billionen

US Dollar: 2,631 Billionen (63,87 %)
Britisches Pfund: 0,199 Billionen (4,83 %)
Yen: 0,131 Billionen (3,18 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,076 Billionen (26,12 %)

2008

Gesamt: 4,21 Billionen

US Dollar: 2,685 Billionen (63,78 %)
Britisches Pfund: 0,178 Billionen (4,23 %)
Yen: 0,146 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,14 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,104 Billionen (26,22 %)

2009

Gesamt: 4,59 Billionen

US Dollar: 2,848 Billionen (62,05 %)
Britisches Pfund: 0,195 Billionen (4,25 %)
Yen: 0,133 Billionen (2,90 %)
Schweizer Franken: 0,005 Billionen (0,11 %)
Euro: 1,27 Billionen (27,67 %)

2010

Gesamt: 5,163 Billionen

US Dollar: 3,193 Billionen (61,84 %)
Britisches Pfund: 0,203 Billionen (3,93 %)
Yen: 0,189 Billionen (3,66 %)
Schweizer Franken: 0,007 Billionen (0,14 %)
Euro: 1,343 Billionen (26,01 %)

2011

Gesamt: 5,652 Billionen

US Dollar: 3,525 Billionen (62,37 %)
Britisches Pfund: 0,217 Billionen (3,84 %)
Yen: 0,204 Billionen (3,61 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,07 %)
Euro: 1,394 Billionen (24,66 %)

2012

Gesamt: 6,085 Billionen

US Dollar: 3,715 Billionen (61,05 %)
Britisches Pfund: 0,245 Billionen (4,03 %)
Yen: 0,248 Billionen (4,08 %)
Schweizer Franken: 0,018 Billionen (0,30 %)
Euro: 1,477 Billionen (24,27 %)

2013 (Q3)

Gesamt: 6,191 Billionen

US Dollar: 3,803 Billionen (61,43 %)
Britisches Pfund: 0,242 Billionen (3,91 %)
Yen: 0,239 Billionen (3,86 %)
Schweizer Franken: 0,017 Billionen (0,27 %)
Euro: 1,496 Billionen (24,16 %)

Bereits im vorigen Sommer war es zu Engpässen am Geldmarkt gekommen, wobei die Notenbank von Kritikern Passivität vorgeworfen wurde. Nun ergriff sie die Initiative zu einem Zeitpunkt, an dem die im Vergleich zu den Vorjahren schwachen Wachstumszahlen für zusätzliche Verunsicherung unter Anlegern sorgten. Die chinesische Wirtschaft war 2013 nur um 7,7 Prozent gewachsen. Eine niedrigere Zuwachsrate hatte es zuletzt 1999 gegeben: „Die Spekulationen um eine Kreditklemme und die jüngsten Konjunkturdaten hatten am Markt die Furcht genährt, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt an einem Wendepunkt angekommen ist“, sagte Aktienhändler Jonathan Sudaria vom Brokerhaus Capital Spreads.

Von

rtr

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