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17.03.2014

18:13 Uhr

Millionen-Marke geknackt

Stromberg-Investoren machen jetzt Gewinn

VonJonas Jansen

Die rund 3300 Stromberg-Investoren können sich freuen: Die 1-Millionen-Zuschauer-Marke ist erreicht – ab jetzt machen die Crowdfunder Gewinn. Stromberg-Erfinder Ralf Husmann gehört auch dazu.

Produzent Ralf Husmann (Bildmitte im Hintergrund) und die Stromberg-Crew: Der „Papa“ versucht sich im Kino. obs

Produzent Ralf Husmann (Bildmitte im Hintergrund) und die Stromberg-Crew: Der „Papa“ versucht sich im Kino.

DüsseldorfPapa ist glücklich: Bernd Stromberg schmeißt Popcorn in die Luft und mal wieder bekommt das„Schirmchen“ alles ab. Keine Fremdschäm-Szene aus dem Film, sondern geplantes Durcheinander für ein Video mit den Stromberg-Darstellern Milena Dreißig (Jennifer Schirrmann), Christoph-Maria Herbst (Stromberg), Produzent Ralf Husmann und Regisseur Arne Feldhusen. Sie alle freuen sich über die erreichte Zuschauerzahl von einer Million Menschen. Und nicht nur die Crew um den schlimmsten Chef der Welt darf sich freuen – die Investoren sind nun auch „break even“.

Konkret bedeutet das: Die Crowdfunder haben ihre Investition raus, ab jetzt fließen die Gewinne. Bislang floß je Kinokarte ein Euro an die Gemeinschaft der Investoren. Jetzt zahlt der Produzent Brainpool 50 Cent je Kinokarte aus. So bekommt ein Investor, der 1000 Euro investiert hat, bei zwei Millionen verkauften Kinotickets eine Ausschüttung von 1500 Euro. Reich wird man damit nicht. Für die Crowdfunder ist das trotzdem ein Grund zur Freude.

Stromberg-Erfinder Husmann: „Ich selbst habe auch 1000 Euro  investiert“

Stromberg-Erfinder Husmann

„Ich selbst habe auch 1000 Euro investiert“

Ralf Husmann ist der geistige Vater der Serie „Stromberg“. Vom Kinofilm war der Produzent und Autor so überzeugt, dass er sich selbst an der Crowd-Finanzierung beteiligte. Vier Fragen an den Macher hinter dem „Papa“.

Insgesamt haben 3300 Leute bei der Finanzierung mitgemacht, der Schnitt lag bei ungefähr 330 Euro. Die Investoren konnten Anteile erwerben, die bei 50 Euro anfingen, gestückelt bis maximal 1000 Euro. Für den Geschäftsführer der Brainpool-Tochter Brainpool Artist and Content Services GmbH, Frédéric A. Komp, waren schon zum Filmstart die Vorteile der Schwarmfinanzierung unübersehbar: „Die Investoren fiebern mit, sorgen dafür, dass andere ins Kino gehen – für uns ist das eigentlich viel besser.“

Strombergs Filmfinanzierung: „Das schafft nur der Papa“

Strombergs Filmfinanzierung

„Das schafft nur der Papa“

„Stromberg – Der Film“ wurde über das Internet finanziert. Im Interview erklärt Frédéric A. Komp von der Produktionsfirma Brainpool, warum sich keine neue Anlageklasse entwickelt – und das nur bei Stromberg klappt.

Auch Produzent Ralf Husmann darf nun mit einer Auszahlung rechnen. Er selbst hat auch 1000 Euro in den Film investiert. Auch wenn er als Stromberg-Erfinder auch ohne das Crowd-Investment nicht leer ausgehen dürfte. Ob die Finanzierung durch Fans auch für andere Filmprojekte reizvoll ist, bleibt jedoch weiterhin fraglich. Stromberg hat immer von einer treuen Fangemeinde profitiert. Das Finanzierungsziel von einer Million Euro war bereits nach einer Woche erreicht. Das schafft wohl wirklich nur der Papa.

Kommentare (1)

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18.03.2014, 09:14 Uhr

"Ob die Finanzierung durch Fans auch für andere Filmprojekte reizvoll ist, bleibt jedoch weiterhin fraglich. Stromberg hat immer von einer treuen Fangemeinde profitiert. Das Finanzierungsziel von einer Million Euro war bereits nach einer Woche erreicht. Das schafft wohl wirklich nur der Papa."

Wahrlich schlecht recherchiert. Aktuell läuft in den Kinos Veronica Mars - ebenfalls Crowdfunding, jedoch mit einer weit größeren Beteiligung.

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