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20.03.2013

10:02 Uhr

Millionenschaden

Händler gefälschter Facebook-Aktien angeklagt

Ein Anlageberater soll mit gefälschten Facebook-Aktien mindestens acht Millionen Dollar ergaunert haben. Der Betrug sei aufgeflogen, als er die falschen Aktien zurückkaufen wollte. Nun drohen mehrere Jahre Haft.

Ein Händler soll mit gefälschten Facebook-Aktien mindestens acht Millionen eingenommen haben. dpa

Ein Händler soll mit gefälschten Facebook-Aktien mindestens acht Millionen eingenommen haben.

New YorkFür den Handel mit gefälschten Facebook-Aktien muss sich in den USA ein Anlageberater vor Gericht verantworten. Das US-Justizministerium erhob am Dienstag Anklage gegen den 71-Jährigen, der Investoren um mindestens acht Millionen Dollar (etwa 6,2 Millionen Euro) betrogen haben und das Geld für seine Zwecke veruntreut haben soll.

Den Angaben zufolge gab er ab 2010 - also lange vor dem Börsengang des Internetnetzwerks im Mai 2012 - vor, Facebook-Anteile zu besitzen.

Wann Anleger misstrauisch werden sollten

Vorsicht Vermittler

Viele Finanz- und Versicherungsvermittler haben vor allem eines im Sinn: Die eigene Provision. Die Verbraucherzentrale NRW zeigt, wann Anleger misstrauisch werden sollten.

Interessen kennen

Seien Sie sich darüber im Klaren, dass es keine kostenlosen Beratungen gibt. Aufgrund des Provisionsinteresses ist jede „Beratung“ durch eine Bank oder einen Finanzvertrieb in Wirklichkeit ein Verkaufsgespräch.

Gier vermeiden

Lassen Sie sich von den angepriesenen Renditechancen nicht blenden, sondern hinterfragen Sie kritisch auch die mit dem Anlageprodukt verbundenen Risiken.

Heitere Gelassenheit

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn man Ihnen keine Zeit lassen will, um das Angebot nochmals zu überdenken und zu prüfen, dann hat der Anbieter etwas zu verbergen.

Gefährliche Formulierungen

Prüfen Sie das Beratungsprotokoll und achten Sie darauf, dass nicht irgendwelche Formulierungen enthalten sind, mit denen Ihnen im Streitfall die Verantwortung zugeschoben wird – beispielsweise mit Formeln wie „auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden“ oder Risikohinweisen, die im Gespräch überhaupt nicht auf den Tisch gebracht worden sind.

Schneller Rücktritt

Nutzen Sie beim Abschluss eines Vertrags in den eigenen vier Wänden die Widerrufsfrist, um das Geschäft nochmals zu überdenken. Zögern Sie im Zweifelsfall nicht, von Ihrem Rücktrittsrecht auch Gebrauch zu machen.

Ausdauer

Unterschreiben Sie niemals einen Vertrag, wenn Sie das Finanzprodukt nicht voll und ganz verstanden haben.

Fürsorge

Helfen Sie mit, ältere Menschen vor Finanzhaien zu schützen, indem Sie innerhalb Ihrer eigenen Familie Aufklärungsarbeit leisten und Ihren Eltern bei ihren Finanzgeschäften Unterstützung anbieten.

Initiative

Machen Sie sich in Finanzfragen nicht von externen Beratern abhängig, sondern eignen Sie sich Grundwissen über die wichtigsten Anlageformen an. Die Verbraucherzentralen bieten hierzu leicht verständliche und praxisnahe Ratgeber.

Strategie

Stellen Sie immer die Finanzplanung an die erste Stelle und entscheiden Sie erst danach, welche Produkte überhaupt infrage kommen. So vermeiden Sie spontane Anlageentscheidungen, die langfristig nicht zu Ihrer Lebensplanung passen. Quelle: Schwarzbuch Banken von der Verbraucherzentrale NRW

Sein Betrug sei aufgeflogen, als er 2012 dann versucht habe, diese zurückzukaufen. Dem Mann drohen nun mehrere Jahre Haft und eine hohe Geldstrafe.

Von

afp

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