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14.02.2014

11:01 Uhr

Ministerpräsident

Italien-Anleger reagieren kaum auf Rückzug Lettas

Nach dem Rückzug des italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta haben die Anleger an der Mailänder Börse vorsichtig agiert. Der Leitindex notierte am Freitag mit einem Anstieg von 0,3 Prozent nur knapp im Plus.

Italiens Ministerpräsident Enrico Letta tritt zurück. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone leidet massiv unter den Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Reuters

Italiens Ministerpräsident Enrico Letta tritt zurück. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone leidet massiv unter den Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

FrankfurtNach dem Rückzug des italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta haben die Anleger an der Mailänder Börse vorsichtig agiert. Der Leitindex notierte am Freitag mit einem Anstieg von 0,3 Prozent nur knapp im Plus. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen des Landes lag nahezu unverändert bei 3,714 Prozent. Das Personenkarussell in Italien drehe sich mit zunehmender Geschwindigkeit, dringend benötigte Strukturreformen würden jedoch nicht angegangen, urteilte LBBW-Analyst Julian Trahorsch in einem Kommentar.

Letta hatte am Donnerstag mitgeteilt, er werde Staatspräsident Giorgio Napolitano sein Entlassungsgesuch übergeben. Vorangegangen war ein offener Machtkampf zwischen Letta und seinem Parteichef Matteo Renzi. Es wird erwartet, dass Renzi noch im Tagesverlauf mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragen wird. Offen blieb zunächst, ob Renzis Aufstieg zu einem Bruch der Regierungskoalition führen könnte. Einige Experten fürchten eine neue Phase der politischen Unsicherheit in Italien, die letztlich in Neuwahlen münden könnte.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone leidet massiv unter den Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Renzi hatte seinem Rivalen Letta zuletzt immer wieder ein zu geringes Tempo bei der Umsetzung dringend benötigter Wirtschaftsreformen vorgeworfen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Pro-D

14.02.2014, 11:18 Uhr

Die schlauen Italiener wissen eben, dass nichts auf der Welt so unwichtig ist, wie eine Regierung.

Ich meine, man kann davon nur lernen. Dafür aber haben die Italiener faire Gerichte. Selbst der Ber-Lust-König kam um diese Gerechtigkeit nicht herum.

Auch da können wir noch dazulernen. Viele SPD Politiker würde dann endlich wegen ihrer besonderen sexuellen Neigungen inhaftiert werden.

Account gelöscht!

14.02.2014, 12:53 Uhr

Wenn das BVG das OMT gekippt und nicht nur weitergeleitet hätte,sähe es anders aus.So aber...,ist doch nichts passiert.Renzi meckert zwar gegen die Großkonzerne,aber ich glaube nicht,dass er deswegen Fiat oder Eni enteignet.Das gehört bei ihm eher zur Politshow.Nein er wird eher Gelder aus Brüssel fordern oder versuchen die bestehende Allianz mit Frankreich,Portugal,Griechenland und Spanien innerhalb der EZB/EU zu forcieren.

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