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23.10.2013

10:44 Uhr

Mögliche Strafzahlungen

Bankaktien unter Druck

Unter Bank-Anlegern sorgen Spekulationen auf hohe Strafzahlungen im Libor-Skandal für Unruhe. Nervös macht die Investoren die Ankündigung der EZB, in den nächsten Monaten die Banken im europäischen Raum zu untersuchen.

Wegen Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor wird gegen ein Dutzend Banken ermittelt – darunter auch die Deutsche Bank. dpa

Wegen Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor wird gegen ein Dutzend Banken ermittelt – darunter auch die Deutsche Bank.

FrankfurtSpekulationen auf hohe Strafzahlungen im Libor-Skandal und im Hypothekenstreit haben am Mittwoch unter Bank-Anlegern für Unruhe gesorgt. Nervös machte die Investoren laut Händlern zudem die Ankündigung der EZB, in den nächsten zwölf Monaten 128 Banken aus den 18 Euro-Ländern unter die Lupe zu nehmen. 24 Institute stammen aus Deutschland, so viele wie aus keinem anderen Land. „Zurzeit gibt es viele Nachrichten, die sich nicht so gut für die Banken lesen“, sagte ein Händler.

Die Aktien der Deutschen Bank und Commerzbank verloren jeweils mehr als ein Prozent und gehörten damit zu den größten Dax -Verlierern. Der europäische Bankenindex gab 1,4 Prozent nach.

Diese deutschen Banken überprüft die EZB

Großbanken

Commerzbank
Deka-Bank (Spitzeninstitut der Sparkassen)
Deutsche Bank
DZ-Bank (Spitzeninstitut der Volksbanken)
Hypo Real Estate Holding (Deutsche Pfandbriefbank)
SEB
WGZ Bank (2. Spitzeninstitut der Volksbanken)

Landesbanken

Bayerische Landesbank (BayernLB)
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Landesbank Berlin (LBB)
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
Norddeutsche Landesbank (NordLB)
HSH Nordbank

Sparkassen/Genossenschaftsbanken

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Haspa Finanzholding (Hamburger Sparkasse)

Immobilienbanken

Aareal Bank
Münchener Hypothekenbank

Förderbanken

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Landwirtschaftliche Rentenbank
NRW.Bank

Sonstige Institute

Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft
Wüstenrot & Württembergische

Der niederländischen Rabobank droht einem Medienbericht zufolge wegen ihrer Rolle im weltweiten Skandal um die Manipulation wichtiger Zinssätze eine Strafzahlung von knapp einer Milliarde Dollar. Wegen Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor wird gegen ein Dutzend Banken ermittelt, darunter die Deutsche Bank. Auch im Streit um den Verkauf riskanter Wertpapiere muss sich die Deutsche Bank verantworten. Hier steht die US-Großbank JPMorgan offenbar kurz vor einer milliardenschweren Einigung mit einer Gruppe von institutionellen Investoren.

Von

rtr

Kommentare (1)

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r-tiroch@t-online.de

23.10.2013, 17:26 Uhr

laut Draghi brauchen die 130 Systemrelevanten Banken 1,3 Billionen Eigenkapital entwerder über 10% zwangsabgabe wie der IWF will, oder über LTRO wie Draghi meint. natürlich ohne die Anleihegläubiger heran zu ziehen. nach dem Stresstest soll das Ergebnis bis ende 2014 verschwiegen werden. was für eine saudumme Retterei.

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