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26.09.2014

06:58 Uhr

Mohamed El-Erian im Interview

„Deutschland ist die Supermacht in Europa“

VonAstrid Dörner, Frank Wiebe

ExklusivNur Deutschland kann Europa führen – das steht für Mohamed El-Erian, einst Co-Chef des weltweit größten Anleihespezialisten Pimco und heute Anlagestratege bei der Allianz, fest. Aber will Berlin Verantwortung übernehmen?

Mohamed El-Erian im Interview: „Deutschland ist eine Supermacht“ ap

Mohamed El-Erian im Interview: „Deutschland ist eine Supermacht“

MünchenMohamed El-Erian, der ökonomische Chefberater der Allianz, sieht Deutschland als „Supermacht“. Kein anderes Land könne in Europa eine Führungsrolle übernehmen, sagte der ehemalige Co-Chef der Allianz-Tochter Pimco im Interview mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe).

„Die Deutschen müssen sich entscheiden, ob sie die entsprechende Verantwortung übernehmen wollen“, fügte er hinzu. Wenn ja, sei das ohne gemeinsame Haftung für Staatsanleihen und Geldtransfers nicht zu machen. Wenn nein, werde die Euro-Zone zwar nicht zerbrechen, aber könne auch nicht wirklich auf die Beine kommen.

Deutschland habe als einzige große Industrienationen Reformen vorangetrieben, während in den USA die Politik blockiert sei, sagte er. Die Notenbanken hätten zwar Zeit für die Politik erkauft, aber die sei nicht ausreichend genutzt worden.

El-Erian warnte, dass die Krise um die Ukraine und ihre ökonomischen Auswirkungen unterschätzt würden. Weil es keine politische Lösung für das Problem gebe, könnten immer wieder Unruhen aufflammen und einen Sanktionsaustausch vorantreiben, bei dem alle zu Schaden kämen.

Kommentare (17)

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Frau Helga Trauen

26.09.2014, 08:02 Uhr

Der Pimco spinnt. Anders kann man das nicht ausdrücken. Er sagt: Deutsche, freut Euch über das Lob, endlich "Supermacht" zu sein, und laßt Euch für dieses Lob die letzte Butter vom Brot nehmen.

NEIN! NEIN! NEIN! Lieber eine große Schweiz, als diesen ganzen Dreck. Raus aus der EU! Raus aus dem €! Raus aus der NATO!

Herr C. Falk

26.09.2014, 08:22 Uhr

Es gibt keine Lösung im Ukraine-Konflikt? Es könnte eine geben und beiderseitig angefeuerte Sanktionsspiralen könnten vermieden werden, wenn sowohl die EU als auch Russland verantwortungsvoll handeln.

Das bedeutet, die Ukraine sollte neutraler Brückenstaat (Finnlandisierung) zwischen EU und Russland sein und keine NATO-Mitgliedschaft ansteuern, die für Russland nicht akzeptabel ist.

Anstatt Russland "ins Mark zu treffen" (Martin Schulz), einen neuen kalten Krieg mit immensen Kosten zu riskieren ,sollte eine konstruktive Politik zwischen der EU und einer sich bildenden "eurasischen Union" angestrebt werden, wobei letzte ihrerseits wieder eine Brücke bilden kann zwischen der EU und China.

Politik mit Augenmaß, ohne expansive Bestrebungen weder von der EU noch von Russland, nur so können Verhältnisse in Europa geschaffen werden, die dem Gesamtkontinent zu Wohlstand und einer politisch gesunden Entwicklung verhelfen.

Herr richard roehl

26.09.2014, 08:24 Uhr

"Deutschland Supermacht Europas" ist Finanzdiktatorensprech und heisst übersetzt: Nützlicher Idiot der alle Rechnungen bezahlt

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